ETF
Der Tracking Error wird heutzutage üblicherweise im Portfoliomanagement verwendet und ist eine entscheidende Kennzahl für ETF-Investoren. In diesem umfassenden Beitrag erklären wir, was ein Tracking Error ist und wie er Ihre Anlageentscheidungen beeinflussen kann.
Börsengehandelte Aktienfonds (ETFs) bilden Börsenindizes nach, die sich aus den Top-Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung zusammensetzen. Diese Indexfonds verfolgen das Ziel, die Wertentwicklung ihrer Referenzindizes möglichst genau zu replizieren.
Mit anderen Worten: Ein ETF oder börsengehandelter Fonds ist ein börsennotierter Investmentfonds. Deshalb sollten Anleger besonders auf den Tracking Error achten und verstehen, woraus er besteht und wie er die Performance beeinflusst.
Der Tracking Error oder Nachverfolgungsfehler ist ein wichtiger Risikoindikator, der die Differenz der Renditen zwischen einem Investmentfonds und seinem Referenzindex über einen bestimmten Zeitraum misst.
Diese Kennzahl zeigt die Qualität der Indexnachbildung auf und gibt Aufschluss über das Management des Fonds in diesem Zeitraum. Je geringer der Tracking Error, desto genauer bildet der ETF seinen Vergleichsindex ab.
Der Abbildungsfehler wird als Standardabweichung der Renditedifferenz zwischen dem analysierten Wertpapierportfolio und der Rendite des Referenzindex berechnet.
Die Formel zur Berechnung des Tracking Error lautet wie folgt:
Ein praktisches Beispiel für die Berechnung:
Basierend auf den Tracking Error-Ergebnissen lassen sich verschiedene Arten der Portfolioverwaltung unterscheiden:
Diese Tracking Error-Werte bestimmen die Freiheit, die Manager bei der Konfiguration eines Wertpapierportfolios haben, das vom Vergleichsindexportfolio abweicht.
Eine alternative Berechnungsmethode für den Tracking Error lautet:
Tracking Error = Standardabweichung (P – B)
Hierbei ist P die Portfoliorendite und B die Vergleichsindexrendite.
Ein Vergleichsindex ist eine Referenzkennzahl zur Messung der Anlageperformance. Es handelt sich um eine finanzielle Kennzahl, die als Vergleichsinstrument zur Beurteilung der Leistung einer Investition dient.
Die Hauptmerkmale vom Vergleichsindex sind:
Während der Tracking Error die Volatilität der Abweichungen misst, zeigt die Tracking Difference den tatsächlichen Renditeunterschied in einem bestimmten Zeitraum an. Beide Kennzahlen sind wichtige Qualitätsindikatoren für die ETF-Auswahl.
Die Replikationsmethode beeinflusst den Tracking Error erheblich. Bei der physischen Replikation kauft der ETF-Anbieter alle Wertpapiere des Index, während bei der synthetischen Replikation Derivate verwendet werden, um die Indexperformance nachzubilden. Auch die Gesamtkostenquote (TER) wirkt sich direkt auf den Tracking Error aus.
Schließlich sollten Anleger bei der Auswahl eines ETFs zuerst auf den Tracking Error achten, da dieser die Rendite stärker an die Bewegungen des zugrunde liegenden Index anpassen kann. Zusätzlich sollten Sie die Ausschüttungsart des ETFs in Ihre Entscheidung einbeziehen.
Für Ihre ETF-Investments können Sie vertrauensvolle Broker wie Trade Republic nutzen, die eine große Auswahl an kostengünstigen ETFs anbieten. Auch Plattformen wie Trading212 oder eToro ermöglichen den provisionsfreien Handel mit ETFs.
Daher ist zu beachten, dass ETFs mit höherem Abbildungsfehler je nach der im Markt vorhandenen Volatilität niedrigere Renditen oder höhere Verluste erwirtschaften können.
Mit diesen Informationen verstehen Sie nun, was ein Tracking Error ist, wie er berechnet wird und warum er für Ihre ETF-Auswahl entscheidend ist.