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Interactive Brokers (IBKR) gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten globalen Online-Brokern – gerade für aktive Anleger, Trader und alle, die Zugang zu vielen internationalen Börsenplätzen suchen. In diesem Test fassen wir aktuelle Interactive-Brokers-Erfahrungen zusammen, bewerten Gebühren, Handelsangebot, Sicherheit und Plattformen – und ordnen ein, für wen sich IBKR wirklich eignet.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.
Das Wichtigste in Kürze
Regulierung & Sicherheit:
Interactive Brokers ist in mehreren Top-Jurisdiktionen reguliert (u. a. SEC/FINRA in den USA, FCA in UK, Central Bank of Ireland in der EU) und bietet EU-Kunden Einlagenschutz über das irische Investor Compensation Scheme (ICS) bis 20.000 €.
Gebühren:
Sehr wettbewerbsfähige Kommissionen – z. B. für deutsche/europäische Aktien ab 3 € bzw. 0,05 % pro Order, je nach Gebührenmodell und Ordervolumen. Es gibt keine klassische Depot- oder Inaktivitätsgebühr für Standard-Retailkonten.
Handelsangebot:
Zugang zu über 150 Märkten in mehr als 33 Ländern, handelbar sind u. a. Aktien, ETFs, Anleihen, Optionen, Futures, Devisen, Fonds und ausgewählte Krypto-Produkte (je nach Land).
Plattformen & Tools:
Trader Workstation (TWS), IBKR Mobile, Client Portal und IBKR GlobalTrader bieten umfangreiche Ordertypen, Charting, Scanner, Risiko-Tools und Research – auf Kosten einer steileren Lernkurve.
Zielgruppe:
Besonders interessant für kostenbewusste, aktive Anleger und Vieltrader mit internationalem Fokus. Für absolute Einsteiger kann die Komplexität anfangs überwältigend sein.
Vorteile
Nachteile
Genauere Informationen zu Vorteile und Nachteile von Interactive Brokers kannst du hier finden.
Interactive Brokers gilt als einer der am strengsten regulierten Online-Broker weltweit. Das Unternehmen ist international tätig und wird je nach Region von mehreren renommierten Aufsichtsbehörden überwacht:
Die Gruppe ist zudem börsennotiert (NASDAQ: IBKR). Die Börsennotierung sorgt für zusätzliche Transparenz- und Berichtspflichten, etwa durch regelmäßige Geschäftsberichte und Offenlegungsvorschriften.
Insgesamt bedeutet diese Mehrfachregulierung, dass Interactive Brokers strenge Anforderungen an Eigenkapital, Risikomanagement, Trennung von Kunden- und Firmengeldern sowie Berichterstattung erfüllen muss.
Ein wichtiger Baustein der Sicherheit ist neben der Regulierung der Anleger- und Einlagenschutz im Insolvenzfall des Brokers. Dieser ist je nach Rechtsprechung und zuständiger Einheit unterschiedlich organisiert.
Für Kunden aus Deutschland und den meisten anderen westeuropäischen Ländern werden die Konten in der Regel über Interactive Brokers Ireland (IBIE) geführt.
Kundenkonten in den USA werden über Interactive Brokers LLC geführt.
Wichtig: Wie bei allen Einlagensicherungssystemen gilt der Schutz nur im Fall eines Ausfalls des Brokers bzw. der Verwahrstelle – nicht gegen Kursverluste einzelner Wertpapiere oder Marktbewegungen.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.
Interactive Brokers bietet verschiedene Konto- und Depotvarianten für unterschiedliche Kundenbedürfnisse an. Grundsätzlich wird zwischen Privatkundenkonten und professionellen bzw. institutionellen Konten unterschieden.
Kontotypen für Privatkunden
Privatanleger können bei Interactive Brokers aus mehreren Kontotypen wählen:
Interactive Brokers stellt auch ein Trading Demokonto zur Verfügung, das den Nutzern die Möglichkeit bietet, die Handelsplattformen und -instrumente zu testen, ohne echtes Geld zu riskieren und erste Erfahrungen zu sammeln. Alle Infos zum Interactive Brokers Demokonto findest du hier.
Professionelle und institutionelle Kunden
Für professionelle und institutionelle Kunden (z. B. Fondsmanager, Vermögensverwalter, Broker, Family Offices) bietet Interactive Brokers zusätzliche Konto- und Strukturvarianten mit:
Diese Konten richten sich an Nutzer mit höherem Handelsvolumen und speziellen organisatorischen Anforderungen.
Mindesteinlage
Die erforderliche Mindesteinlage hängt vom gewählten Kontomodell ab:
Damit unterscheidet sich Interactive Brokers von vielen klassischen Banken und Brokern, da für ein einfaches Wertpapierdepot keine fixe Mindesteinlage mehr verlangt wird, für Margin-Varianten jedoch weiterhin Mindestbeträge gelten.
Kontoführungsgebühren & Inaktivität
Interactive Brokers erhebt für Standard-Retailkonten keine klassische Kontoführungsgebühr und auch keine reguläre Inaktivitätsgebühr mehr, wie sie früher üblich war.
Für die praktische Nutzung bedeutet das: Wer bei Interactive Brokers zumindest gelegentlich handelt oder ein gewisses Depotvolumen mitbringt, muss in der Regel nicht mit gesonderten Inaktivitätsgebühren rechnen.
Interactive Brokers (IBKR) bietet eine sehr breite Palette an Finanzprodukten, die sowohl für aktive Privatkunden als auch für professionelle Anleger interessant ist. Im Überblick:
Interactive Brokers ermöglicht den Handel von Aktien und ETFs aus über 100 Ländern und zählt damit zu den Brokern mit dem größten Börsenzugang weltweit. Kunden können:
Ein besonderes Feature ist das Fractional Trading:
Anleger können viele US- und europäische Aktien sowie ETFs in Bruchteilen kaufen, also nicht nur ganze Stücke, sondern z. B. für einen festen Euro- oder Dollarbetrag. Das erleichtert Diversifikation auch mit kleineren Beträgen.
Zusätzlich bietet IBKR eine große Auswahl an Fonds und Investmentfonds:
Mit dem Tool GlobalAnalyst können Nutzer außerdem die relativen Bewertungen und Kennzahlen von Aktien in verschiedenen Märkten vergleichen – hilfreich für alle, die international nach unter- oder überbewerteten Titeln suchen.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.
Im Devisenhandel (Spot-Forex) zählt Interactive Brokers seit Jahren zu den Referenzen im Profi-Bereich:
Darüber hinaus bietet IBKR CFDs auf:
Für EU-Privatanleger gelten dabei die ESMA-Hebelbegrenzungen (z. B. bis 1:30 für große FX-Paare, geringere Hebel für Aktien-CFDs und andere Underlyings). Die Preisgestaltung bleibt auch hier transparent – mit klar ausgewiesenen Spreads und Kommissionen, statt Marketing-Versprechen wie „Null Spread“.
Interactive Brokers ist einer der wichtigsten globalen Player im Optionshandel. Anleger können:
Die Kommissionen für US-Optionen bewegen sich typischerweise im Bereich von rund 0,15 bis 0,65 USD pro Kontrakt, abhängig von Börse, Volumen und Gebührenmodell. Damit ist IBKR für aktive Optionshändler häufig deutlich günstiger als viele klassische Hausbanken.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.
Im Terminhandel (Futures und Futures-Optionen) bietet Interactive Brokers:
Zu den wichtigsten Futures-Anlageklassen gehören u. a.:
Kommissionen liegen – je nach Markt und Gebührenmodell – im internationalen Vergleich meist im unteren Bereich und sind klar ausgewiesen.
Über das Spot-FX-Angebot von IBKR können Anleger:
Unterstützte Währungen sind u. a. USD, EUR, CHF, GBP, JPY, AUD, CAD, aber auch viele weitere Majors und Exoten.
Interactive Brokers bietet auch US-Kassagold (US Spot Gold) als eigene Anlageklasse an. Anleger können:
Damit lässt sich Gold als Diversifikationsbaustein direkt neben Aktien, Anleihen und anderen Produkten halten.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.
Der Anleihemarkt von Interactive Brokers ist ebenfalls sehr umfangreich:
Die Gebührenstruktur ist in der Regel volumenabhängig (Basispunkte auf den Nennwert), was den Handel – insbesondere für größere Tickets – oft deutlich günstiger macht als bei klassischen Banken.
Über Interactive Brokers erhalten Anleger Zugang zu:
Wichtig zu wissen: IBKR bietet keine eigenen Fonds an, sondern agiert als Plattform und Vermittler für Fonds zahlreicher Anbieter. Das erhöht die Auswahl und verringert potenzielle Interessenkonflikte.
Im Bereich Kryptowährungen unterscheidet Interactive Brokers zwischen echten Coins und Derivaten/ETPs:
Damit können EU-Anleger auch ohne eigenes Wallet an der Kursentwicklung von Kryptowährungen partizipieren – allerdings überwiegend über regulierte Börsenprodukte und Derivate statt über physische Coins.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.
Interactive Brokers ist bekannt für seine niedrigen Gebühren und eine vergleichsweise transparente Preisstruktur. Gerade für aktive Anleger und Trader können die Konditionen im internationalen Vergleich sehr attraktiv sein. Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Gebührenkomponenten.
Für Aktien- und ETF-Handel in Westeuropa (inkl. Deutschland) bietet IBKR in der Regel zwei Gebührenmodelle:
Die genauen Sätze hängen von Börse, Produkt und Volumen ab, werden aber im Orderticket transparent ausgewiesen.
Für sehr aktive Derivatehändler lohnt sich ein genauer Blick in das offizielle Gebührenverzeichnis von Interactive Brokers, um das passende Modell zu wählen.
Frühere Modelle mit expliziter monatlicher Depot- oder Inaktivitätsgebühr gelten in dieser Form für Standard-Retailkunden nicht mehr:
Für die Praxis: Wer gelegentlich handelt oder ein gewisses Depotvolumen hält, muss in der Regel nicht mit dauerhaften Depot- oder Inaktivitätsentgelten rechnen.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.
Interactive Brokers arbeitet bei Währungsumrechnungen mit:
Das ist deutlich transparenter als bei vielen Brokern, die einen Teil ihrer Marge in versteckte Aufschläge auf den Wechselkurs packen.
Insgesamt bleibt die Kostenstruktur von IBKR für informierte Nutzer sehr attraktiv – vorausgesetzt, man nimmt sich kurz Zeit, das jeweils passende Gebührenmodell (Fixed vs. Tiered) und die gewünschten Marktdatenpakete zu wählen.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.
Die Kontoeröffnung bei Interactive Brokers läuft vollständig online ab und ist im Grundsatz gut strukturiert, auch wenn sie etwas detaillierter ist als bei vielen Neobrokern – vor allem wegen der regulatorischen Anforderungen.
So funktioniert der Anmelde- und Login-Prozess Schritt für Schritt:
Hinweis:
Vor der ersten Auszahlung kann es vorkommen, dass Interactive Brokers zur Sicherheit eine erneute Identitätsbestätigung (z. B. aktualisierte Ausweiskopie oder Rechnung) verlangt. Das dient dem Schutz vor Geldwäsche und unerlaubter Nutzung. Erst danach werden Auszahlungen auf das hinterlegte Bankkonto oder eine andere freigegebene Zahlungsmethode freigegeben.
Bei Fragen rund um den Antragsprozess oder Probleme beim Hochladen der Dokumente steht der Kundenservice per E-Mail, Telefon oder Live-Chat zur Verfügung.
Interactive Brokers setzt stark auf Vielseitigkeit und technische Leistungsfähigkeit seiner Handelsplattformen. Das Angebot richtet sich sowohl an professionelle Trader als auch an ambitionierte Privatanleger – mit Lösungen vom hochkonfigurierbaren Desktop-Setup bis zur simpleren App für unterwegs.
Die Trader Workstation (TWS) ist die Hauptplattform von Interactive Brokers und eine der funktionsreichsten Desktop-Plattformen am Markt. Sie ermöglicht echtes Multi-Asset-Trading über zahlreiche Börsen und Produkte hinweg.
Wichtige Merkmale:
Die TWS ist damit eine anspruchsvolle, aber extrem mächtige Plattform – ideal für aktive und professionelle Nutzer, während Einsteiger etwas Einarbeitungszeit einplanen sollten.
Für alle, die eine etwas schlankere und übersichtlichere Oberfläche bevorzugen, bietet Interactive Brokers ein browserbasiertes Client Portal bzw. Webtrading:
Das Web-Interface eignet sich besonders für Anleger, die nicht täglich traden, aber einen soliden Überblick und einfache Bedienung wünschen.
Interactive Brokers stellt zwei zentrale Mobile-Lösungen zur Verfügung:
Beide Apps ermöglichen effizientes Trading von unterwegs; IBKR Mobile richtet sich eher an aktive Trader, GlobalTrader an Nutzer, die „einfach nur Aktien/ETFs“ handeln möchten.
Über die Plattformen hinaus bietet Interactive Brokers eine Reihe weiterer Tools und Services, die das Gesamtpaket abrunden:
Insgesamt bietet Interactive Brokers damit eine sehr breite Palette an Plattformen und Tools, die sowohl den Anforderungen professioneller Trader als auch den Bedürfnissen engagierter Privatanleger gerecht wird – vorausgesetzt, man ist bereit, sich ein wenig einzuarbeiten.
Interactive Brokers stellt seinen Kunden nicht nur eine große Produktpalette und professionelle Plattformen zur Verfügung, sondern auch umfangreiche Unterstützung bei Fragen rund um Konto, Technik und Handel – sowohl durch den direkten Support als auch über Bildungsinhalte.
Kunden können den Support von Interactive Brokers über mehrere Kanäle erreichen:
Die Erfahrungen mit dem Kundenservice fallen gemischt aus:
Zusätzlich steht ein umfangreiches Hilfe-Center zur Verfügung, in dem zahlreiche FAQ-Artikel Antworten auf typische Fragen geben – von der Kontoeröffnung über Ein- und Auszahlungen bis hin zu Plattformfunktionen.
Das Bildungsangebot von Interactive Brokers ist sehr umfassend und richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an fortgeschrittene Trader:
Gerade für aktive Trader – etwa im kurzfristigen Handel – sind neben den Plattformtools auch diese Bildungsressourcen interessant, weil sie dabei helfen, Funktionen wie komplexe Ordertypen, Margin-Management oder Optionsstrategien besser zu verstehen und sinnvoll einzusetzen.
Auf Bewertungsplattformen und in App-Stores zeigt sich ein gemischtes, aber insgesamt solides Bild.

Fazit zu den Nutzermeinungen:
Die Rückmeldungen bestätigen den Eindruck aus unserem Test: Gebührenstruktur und Produktabdeckung werden überwiegend sehr positiv gesehen, während Bedienbarkeit und Kundenservice von einigen Nutzern als ausbaufähig beschrieben werden.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.
Bei der Wahl des richtigen Brokers sollten Anleger zunächst ihre eigenen Ziele, ihr Handelsvolumen und ihre Erfahrung realistisch einschätzen. Je nach Profil passt Interactive Brokers mehr oder weniger gut.
Gut geeignet für:
Weniger ideal ist Interactive Brokers für:
Kurz gesagt:
Interactive Brokers ist vor allem dann eine gute Wahl, wenn Kostenbewusstsein, Produkttiefe und Marktzugang wichtiger sind als maximale Einfachheit – und man bereit ist, sich ein wenig in die Plattform einzuarbeiten.
Die korrekte Angabe aller Einkünfte aus Wertpapier-, Derivate- und ggf. Krypto-Geschäften in der Steuererklärung ist unerlässlich – auch, wenn der Broker im Ausland sitzt.
Interactive Brokers unterstützt seine Kunden dabei mit umfangreichen Steuerberichten:
In Deutschland bleibt der Anleger in der Regel trotzdem selbst verantwortlich für die korrekte Deklaration seiner Kapitalerträge (z. B. Abgeltungsteuer, Quellensteuer, ggf. Besonderheiten bei Derivaten).
Gerade bei komplexeren Konstellationen – etwa:
ist es sinnvoll, einen Steuerberater hinzuzuziehen, um sicherzustellen, dass alle steuerlichen Pflichten korrekt und vollständig erfüllt werden.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.
Interactive Brokers gehört zu den vielseitigsten und kostengünstigsten Brokern für Anleger, die international breit investieren oder aktiv handeln möchten. Die Kombination aus
macht IBKR vor allem für erfahrene Privatanleger, aktive Trader und professionelle Nutzer attraktiv.
In vielen Online-Broker-Vergleichen landet Interactive Brokers regelmäßig auf den vorderen Plätzen, insbesondere wenn es um Gebühren, Auswahl an Märkten und Produkten sowie technische Ausstattung geht. Nutzerbewertungen – etwa im Google Play Store mit rund 4,6 von 5 Sternen – unterstreichen, dass die Stärken bei Kosten, Funktionsumfang und Handelsmöglichkeiten von vielen Kunden geschätzt werden. Gleichzeitig zeigen Plattformen wie Trustpilot, dass es durchaus Kritikpunkte gibt, vor allem hinsichtlich Komplexität der Bedienung und teilweise der Erreichbarkeit des Supports.
Wer jedoch nur gelegentlich in einige wenige ETFs oder Einzelaktien investieren möchte, mit Fokus auf einfacher Benutzeroberfläche, deutscher Abwicklung und automatischer Steuerabführung, kann mit einem lokal ausgerichteten, stärker vereinfachten Broker oft besser fahren – schon allein aus Komfortgründen.
Interactive Brokers ist damit keine „One-Size-Fits-All“-Lösung, aber für Anleger, die bereit sind, sich einzuarbeiten und die Vorteile des globalen Zugangs und der niedrigen Gebühren zu nutzen, bleibt IBKR eine der spannendsten Optionen am Markt.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.