ETF
Sie sind neu im Investment-Game und möchten in die Welt der ETFs eintauchen, aber die Namen der Fonds verwirren Sie? Keine Sorge, das geht vielen so! ETF-Namen können auf den ersten Blick wie ein kompliziertes Rätsel erscheinen, das es zu entschlüsseln gilt. Aber keine Panik, wir helfen Ihnen dabei, die Geheimnisse hinter diesen kryptischen Bezeichnungen zu lüften!
Bevor wir in das Thema einsteigen, lassen Sie uns das Konzept der ETFs in Erinnerung rufen.
ETF steht für Exchange Traded Funds. Das Besondere an ihnen? Im Gegensatz zu traditionellen Investmentfonds werden sie an Börsen gehandelt, was Ihnen mehr Flexibilität und Liquidität bietet.
Auf den ersten Blick wirken ETF-Namen kompliziert, aber mit ein paar Tricks können Sie sie ganz einfach verstehen. Nehmen wir als Beispiel den ETF: „UBS ETF (LU) Barclays MSCI US Liquid Corporates Sustainable UCITS ETF (Hedge to EUR) A-acc". Klingt nach einem langen Tweet, oder? Lassen Sie uns die Struktur aufdröseln.
Ein ETF-Name besteht in der Regel aus fünf Elementen, die die wichtigsten Eigenschaften des Produkts beschreiben. Auch wenn die Reihenfolge variiert oder einige Teile fehlen, bleibt das Grundprinzip gleich.
Der Name eines ETFs setzt sich aus Schlüsselwörtern zusammen, die die wichtigsten Eigenschaften des Produkts angeben. Der Grundaufbau besteht in der Regel aus:
Die Schlüsselwörter können in einer anderen Reihenfolge vorhanden sein oder einige Elemente können fehlen, aber das Prinzip bleibt bestehen.
Werfen wir einen Blick auf einige reale Beispiele von ETF-Namen, um die Bedeutung der Schlüsselwörter zu erklären.
Die Emittentenmarke befindet sich in der Regel am Anfang des ETF-Namens, z. B. „Core EURO STOXX 50 UCITS ETF". ETF-Emittenten sind in der Regel Tochtergesellschaften von Großbanken oder Vermögensverwaltern. „iShares" gehört zu „BlackRock", dem größten Vermögensverwalter der Welt, während „Xtrackers" die ETF-Marke der Deutsche Bank ist und Lyxor zur Société Générale gehört.
Das zweite Element ist der Index, den der ETF nachbildet, zum Beispiel „iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF".
Beliebte Indexanbieter sind
Diese bieten eine unabhängige Überprüfung der Indizes und lizenzieren diese an ETF-Anbieter.
Manchmal spiegelt der Name des Index die Region und die Anzahl der darunter liegenden Aktien wider. Der EURO STOXX 50 bildet zum Beispiel die 50 größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone ab.
Während der EURO STOXX 50 nur Unternehmen aus der Eurozone enthält, bildet der STOXX Europe 600 eine breitere Definition von Europa ab, einschließlich der Schweiz und Großbritanniens.
Wir können auch Indizes mit einem Suffix wie NR, TR oder TRN betrachten. NR bedeutet Net Return, TR bedeutet Total Return und TRN bedeutet Total Return Net.
Diese Suffixe sagen uns, ob die Indexrendite vor oder nach Dividendensteuern berechnet wird. Daher hat dies keine direkte Auswirkung auf die Wertentwicklung des ETFs selbst, der seine entsprechenden Dividenden ausschüttet.
Wenn wir in einen ETF investieren wollen, sollten wir immer nach dem Wort UCITS im Namen des ETFs suchen, wie in: iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF. Diese Abkürzung sagt aus, dass der ETF den europäischen Vorschriften unterliegt, die speziell zum Schutz von Kleinanlegern entwickelt wurden.
Am Ende des ETF-Namens finden Sie in der Regel eine kryptische Abkürzung, die Aufschluss über die Anlageklasse gibt, z. B.: Xtrackers S&P 500 UCITS ETF 1C.
ETFs geben in der Regel verschiedene Anteilsklassen aus. Anteilsklassen sind Varianten des Fonds, die sich in Bezug auf Gebühren, Handel, Währung oder Art der Ertragsausschüttung unterscheiden können. Sie können die von Ihnen gewünschte Variante anhand des eindeutigen 12-stelligen ISIN-Codes genau identifizieren. Jeder Sender verwendet eine eigene Liste von Abkürzungen, die Sie nicht schnell entschlüsseln können.
Die Wertentwicklung in Form von Dividenden oder Zinsen kann direkt über das Brokerage-Konto abgewickelt oder automatisch in den ETF reinvestiert werden, um Ihren Bestand schneller zu erhöhen.
Wir wissen, dass ETFs, die Renditen ausschütten, beispielsweise „verteilt" werden: iShares FTSE MIB UCITS ETF (Dist). ETFs, die die Wertentwicklung reinvestieren, werden als „Akkumulation" bezeichnet, z. B.: iShares FTSE MIB UCITS ETF (Acc).
Wenn Sie weitere Informationen und Details über die ETF benötigen, finden Sie diese auf der ETF-Profilseite. Wenn das ETF-Profil keine Performance-Informationen anzeigt, können Sie diese bei Ihrem Broker anfordern.
ETFs, die in Aktien der Eurozone investieren, haben ein Währungsrisiko. Wenn der ETF-Name jedoch angibt, dass er in EUR abgesichert ist, wird dieses Produkt durch den Einsatz von Terminkontrakten oder Optionen vor Währungsschwankungen geschützt.
Einige ETF-Anbieter weisen lieber daraufhin, dass ihre ETFs in Irland Sitz haben. Warum? Weil ein Wohnsitz in Irland einigen Anlegern einen Steuervorteil bieten kann. Die Abkürzung "IE" in den Namen der UBS ETFs ist ein gutes Beispiel dafür.
Wenn Sie auf der Suche nach aufregenden Anlagemöglichkeiten sind, könnten Hebel-ETFs interessant für Sie sein. Diese Fonds sind oft mit Begriffen wie „gehebelt“, „doppelt“ oder „2x“ im Namen gekennzeichnet. Was bedeutet das konkret? Ganz einfach: Sie multiplizieren die Bewegungen eines Index um den Faktor zwei oder sogar drei. Das klingt spannend, kann aber auch ganz schön riskant werden!
Zusätzlich gibt es ETFs, die speziell darauf ausgelegt sind, von fallenden Kursen zu profitieren. Diese werden häufig als Short-ETFs bezeichnet. Sie setzen darauf, dass der Wert eines bestimmten Index sinkt. Auch hier sollten Sie sich bewusst sein, dass solche Produkte mit hohen Risiken verbunden sind.
Es ist wichtig, mit Hebel- und Short-Produkten vorsichtig umzugehen. Diese Anlagen sind hochriskant und oft nur für erfahrene Anleger geeignet, die genau verstehen, wie sie funktionieren. Wenn Sie sich für diese Art von Investments interessieren, stellen Sie sicher, dass Sie sich umfassend informieren und die Risiken gut abwägen. Nur so können Sie fundierte Entscheidungen treffen und potenzielle Verluste minimieren. Seien Sie also wachsam und handeln Sie mit Bedacht!
Jetzt wissen Sie, wie Sie die oft verwirrenden Namen von ETFs knacken können! Der Schlüssel liegt darin, die wichtigsten Elemente zu erkennen: Der Emittent, wie „iShares“ oder „Xtrackers“, steht meist am Anfang und gibt Ihnen einen ersten Hinweis. Achten Sie auf Begriffe wie „Core“ oder „Sustainable“, die Ihnen sagen, worauf der ETF fokussiert ist.
Die Kombination aus diesen Schlüsselbegriffen zeigt Ihnen, welche Anlagestrategie hinter dem Fonds steckt. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, die Struktur und die verwendeten Abkürzungen zu verstehen, wird das Lesen von ETF-Namen zum Kinderspiel.
Mit diesem Wissen sind Sie bestens gerüstet, um die richtigen ETFs für Ihre Anlagestrategie auszuwählen. Also, gehen Sie mit Vertrauen an die Sache heran und machen Sie das Beste aus Ihrem Investment!
Ein „hedged ETF“ ist ein Fonds, der sich gegen Währungsrisiken absichert. Wenn Sie in internationale Märkte investieren, schützt dieser ETF Ihr Geld vor unerwarteten Wechselkursbewegungen. Das bedeutet, dass Sie sich weniger Sorgen um Währungsverluste machen müssen und sich auf die Performance der Anlage konzentrieren können.
„Capped“ bei ETFs bedeutet, dass es eine Obergrenze für das Gewicht eines einzelnen Unternehmens im Fonds gibt. Das schützt Sie davor, dass ein einzelner Titel zu dominant wird und Ihr Risiko streut. So bleibt Ihr Portfolio ausgewogen und das Risiko wird besser verteilt.
Ein „5 % capped“ ETF erlaubt, dass kein einzelnes Unternehmen mehr als 5 % des gesamten Fonds ausmacht. Das sorgt für eine ausgewogene Diversifikation und minimiert das Risiko, das durch eine Übergewichtung eines bestimmten Titels entstehen könnte. So bleibt Ihr Investment stabiler.
„2c“ bezieht sich auf die Regelung, dass ein ETF maximal 2 % seines Gesamtvermögens in einen einzelnen Titel investieren darf, um eine Überkonzentration zu vermeiden. Diese Regel sorgt für eine breitere Streuung und schützt Ihr Portfolio vor den Risiken, die mit einer Übergewichtung einzelner Unternehmen verbunden sind.