Broker ohne Spread Vergleich: echte Konten ab 0,0 Pips

Einen Broker ganz ohne Spread gibt es nicht. Was es gibt, sind Raw-, Zero- und Pro-Konten mit Spreads ab 0,0 Pips, bei denen die Marge stattdessen in einer festen Kommission pro Lot steckt. Welche Konten die Bedingung wirklich erfüllen, was der Wechsel im Rechenbeispiel bringt und ab welcher Handelsfrequenz er sich überhaupt lohnt.
Broker ohne Spread Vergleich: Top Anbieter ohne Gebühren im Überblick

Inhalt

Einen Broker ganz ohne Spread gibt es nicht. Was es gibt, sind Kontomodelle, bei denen der Spread bei 0,0 Pips beginnen kann: Raw-, Zero- und Pro-Konten. Kostenlos ist das nicht, denn statt im Spread steckt die Marge dann in einer festen Kommission pro Lot. Für aktive Trader kann diese Struktur deutlich günstiger sein, für Aktien- und ETF-Anleger ist sie schlicht die falsche Baustelle. Dieser Vergleich zeigt, welche Konten die Bedingung wirklich erfüllen und wann sich der Wechsel rechnet.

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Wie wir diesen Vergleich eingegrenzt haben

In die Hauptauswahl kommen nur Broker oder Kontomodelle, die auf offiziellen Anbieterinformationen Spreads ab 0,0 Pips beziehungsweise 0,0 Punkten ausweisen. Broker mit Spread-only-Modell, provisionsfreiem Aktienhandel oder normalen CFD-Spreads erfüllen diese Bedingung nicht und stehen deshalb nicht in der Haupttabelle.

Broker ohne Spread: die echte Auswahl

Broker / KontoWarum er wirklich in diesen Vergleich gehört
Pepperstone RazorForex-Raw-Spreads ab 0,0 Punkten, Kommission ab 2,96 USD pro Standardlot und Seite, deutsche Pepperstone GmbH in Düsseldorf mit BaFin-Registernummer 151148.
Admirals Zero.MT4 / Zero.MT5Zero-Konten mit Spreads ab 0,0 Pips; im EUR-Konto 2,60 EUR Kommission pro Lot und Seite in der niedrigsten Volumenstufe.
IC Markets EU Raw SpreadRaw-Spread-Konto mit Spreads ab 0,0 Pips, durchschnittlichem EUR/USD-Spread von 0,1 Pips und 3,50 USD Kommission pro Lot und Seite auf MetaTrader.
Tickmill EU RawRaw-Konto mit Spreads ab 0,0 Pips, 100 USD Mindesteinzahlung und 3 USD Kommission pro Lot und Seite.
FP Markets RawRaw-Konto mit Spreads ab 0,0 Pips, 100 USD Mindesteinzahlung und 3 USD Kommission pro Lot und Seite; beim EUR-Konto 2,75 EUR pro Seite.

Was bedeutet Broker ohne Spread genau?

Der Spread ist die Differenz zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs. Wenn EUR/USD zum Beispiel mit 1,08500 zu 1,08502 gestellt wird, liegt der Spread bei 0,2 Pips. Beim Einstieg startet die Position dadurch nicht neutral, sondern mit einem kleinen Kostenrückstand.

Bei einem Standardkonto steckt der Brokeraufschlag meist direkt im Spread. Das ist einfach zu verstehen, aber bei hoher Handelsfrequenz oft weniger attraktiv. Bei einem Raw-, Zero- oder Pro-Konto wird der Spread enger gestellt, dafür fällt eine feste Kommission an.

Für aktive Trader kann das besser sein, weil die Kosten klarer kalkulierbar werden. Für Anleger, die ein paarmal im Jahr Aktien oder ETFs kaufen, ist diese Struktur irrelevant. Dort geht es um Orderprovision, Sparplanfähigkeit, Handelsplatz, ETF-Kosten und Steuerlogik.

KostenmodellWie die Brokerkosten entstehen
StandardkontoKeine separate Forex-Kommission; die Brokerkosten stecken im Spread.
Raw-KontoSehr enger Marktspread, oft ab 0,0 Pips; Kommission kommt separat dazu.
Zero-KontoÄhnliche Logik wie das Raw-Konto; der Mindestspread kann bei 0,0 Pips liegen.
Pro-KontoMeist für aktivere Trader; enge Spreads, feste Kommission, teilweise höhere Anforderungen.
Broker ohne KommissionNicht dasselbe. Die Orderprovision kann entfallen, aber der Marktspread bleibt.

Bei echten 0,0-Pips-Konten geht es fast immer um Forex- und CFD-Trading. Wer sehr kurze EUR/USD-Setups handelt, landet schnell beim Thema Scalping Broker; wer dagegen Indizes, Rohstoffe oder Aktien-CFDs handelt, sollte die Kosten eher wie im CFD-Broker-Vergleich lesen. Für reine Währungspaare ist ein sauberer Forex-Broker-Vergleich die bessere Grundlage als ein allgemeiner Depotvergleich.

Admirals Zero: echtes Zero-Konto für MetaTrader

Die Kontomodelle Zero.MT4 und Zero.MT5 sind ausdrücklich für Spreads ab 0,0 Pips ausgelegt, die Kosten entstehen über Kommissionen. Bei einem EUR-Konto liegt die Kommission für Forex und Metalle in der niedrigsten Volumenstufe bei 2,60 EUR pro Lot und Seite. Ein kompletter Kauf und Verkauf kostet bei einem Standardlot also 5,20 EUR plus tatsächlichem Spread.

Das Modell ist sauber, aber es verlangt Disziplin. Wer nicht weiß, was Lot, Halfturn und Round Turn bedeuten, sollte nicht direkt mit einem Zero-Konto starten. Für MetaTrader-Trader, die ihre Positionsgröße kennen, ist Admirals Zero dagegen gut kalkulierbar.

Admirals ZeroKondition
KontenZero.MT4 und Zero.MT5.
SpreadSpreads ab 0,0 Pips.
Kommission EUR-Konto2,60 EUR pro Lot und Seite bis 10 Mio. USD Monatsvolumen.
Round Turn5,20 EUR pro Standardlot beim EUR-Konto in der niedrigsten Volumenstufe.
PlattformenMetaTrader 4 und MetaTrader 5.
Passt fürMetaTrader-Trader, Forex, Metalle und aktive Strategien mit klarer Positionsgröße.

Admirals Zero passt besonders gut zu Tradern, die MT4 oder MT5 ohnehin nutzen und ihre Strategie über Lot-Größe, Stop-Loss und Kommission kalkulieren. Wer nur gelegentlich einen CFD handelt, braucht diese Struktur nicht zwingend; wer aber systematisch Währungspaare oder Metalle handelt, bekommt eine transparente Kostenlogik.

CFDs sind komplexe Instrumente und bergen wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Ein hoher Anteil der Kleinanlegerkonten verliert beim Handel mit CFDs Geld.

Pepperstone Razor: stärkster Gesamt-Kandidat für deutsche Trader

Handelsplattform von Pepperstone mit Chart und Orderfenster

Pepperstone Razor ist der stärkste Kandidat in diesem Vergleich, weil hier drei Dinge zusammenkommen: echte Raw-Spreads ab 0,0 Punkten, mehrere professionelle Plattformen und eine deutsche Einheit. Die Pepperstone GmbH sitzt in Düsseldorf und wird von der BaFin beaufsichtigt. Für deutsche Trader ist das ein klarer Vorteil gegenüber vielen internationalen Raw-Spread-Brokern.

Auf der deutschen Kontoseite nennt Pepperstone für das Razor-Konto Forex-Kommissionen ab 2,96 USD pro Standardlot und Seite, bei gleichzeitig ausgewiesenen Spreads ab 0,0 Punkten. Für cTrader und TradingView nennt die Hilfeseite 6 USD Round Turn. Das ist ein wichtiger Punkt: Die konkrete Kommission hängt von Plattform und Abrechnung ab.

Pepperstone RazorKondition
SpreadForex-Raw-Spreads ab 0,0 Punkten.
KommissionAb 2,96 USD pro Standardlot und Seite; cTrader und TradingView 6 USD Round Turn.
Mindesteinzahlung0 €
PlattformenPepperstone Plattform, MT4, MT5, cTrader und TradingView.
RegulierungPepperstone GmbH, Düsseldorf; BaFin-Registernummer 151148.
Passt fürForex-Trader, Scalper, Expert Advisors, TradingView-Trader und aktive CFD-Trader.

Pepperstone Razor ist vor allem dann stark, wenn der Handelsstil wirklich zur Kostenstruktur passt: viele kurze Trades, klare Lot-Größen, enge Stops und Plattformen wie MT5, cTrader oder TradingView. Genau deshalb taucht Pepperstone nicht nur in unseren Pepperstone Erfahrungen auf, sondern auch überall dort, wo es um MT5 Broker und kurzfristige Forex-Strategien geht.

Rechenbeispiel: Wann bringt 0,0 Pips wirklich etwas?

Ein Standardlot im EUR/USD entspricht 100.000 EUR, ein Pip also grob 10 USD pro Standardlot. Gerechnet wird ein vollständiger Trade mit Kauf und Verkauf, also ein Round Turn. Swaps, Slippage und Währungsumrechnung sind nicht enthalten.

Als Gegenbeispiel eignet sich ein klassisches Spread-only-Modell. IG ist kein Broker ohne Spread: Auf der deutschen Kostenseite liegt der EUR/USD-Mindestspread bei 0,6, der durchschnittliche Spread für Forex-CFDs wird mit 1,04 angegeben. Pepperstone Razor kann den Spread auf 0,0 Punkte senken, berechnet dafür aber Kommission.

SzenarioKostenlogik bei 1 Lot EUR/USD
Spread-only bei Mindestspread 0,60,6 Pips × ca. 10 USD = ca. 6 USD für Kauf und Verkauf. Keine separate Forex-Kommission.
Spread-only bei Ø-Spread 1,041,04 Pips × ca. 10 USD = ca. 10,40 USD für Kauf und Verkauf.
Raw-Konto bei 0,0 Spread2,96 USD pro Seite × 2 = ab 5,92 USD Round Turn. Liegt der tatsächliche Spread über 0,0, kommt dieser zusätzlich dazu.

Die Rechnung zeigt zwei Dinge. Erstens liegen die Modelle beim Mindestspread erstaunlich nah beieinander. Zweitens entsteht der Vorteil des Raw-Kontos erst dort, wo das Spread-Modell seinen Durchschnittswert erreicht, also in normalen statt in optimalen Marktphasen. Wer selten handelt, merkt den Unterschied kaum; wer zwanzig Trades pro Woche macht, sehr wohl.

Wann lohnt sich ein Broker ohne Spread?

Ein Konto mit Spreads ab 0,0 Pips lohnt sich vor allem bei hoher Handelsfrequenz. Scalper, Daytrader und Trader mit Expert Advisors reagieren auf kleine Kursbewegungen. Für sie kann ein enger Spread wichtiger sein als eine möglichst einfache Gebührenstruktur.

Beim Swing-Trading ist die Lage weniger eindeutig. Wer Positionen mehrere Tage hält, zahlt Swaps, und dann wird der Einstiegsspread schnell weniger wichtig als die Finanzierungskosten. Bei Aktien- und ETF-Anlegern ist die Suche nach einem Broker ohne Spread praktisch die falsche Baustelle.

Welche Kosten bleiben trotz 0,0 Pips?

Der Spread ist nur eine Kostenzeile. Bei echten Trades bleiben weitere Faktoren relevant, und einige davon stehen in keiner Gebührentabelle.

KostenpunktWarum er wichtig bleibt
KommissionZentraler Kostenblock bei Raw- und Zero-Konten. Pro Seite, pro Lot und Round Turn sauber unterscheiden.
Durchschnittlicher SpreadDer Mindestspread kann 0,0 Pips sein, der durchschnittliche Spread aber höher. Durchschnittswerte sind oft aussagekräftiger.
SlippageBei schnellen Märkten kann die Order schlechter ausgeführt werden als der angezeigte Preis.
SwapsBei Positionen über Nacht können Finanzierungskosten den Spread-Vorteil schnell auffressen.
WährungsumrechnungRelevant, wenn Konto-, Handels- und Kommissionswährung nicht übereinstimmen.
MindestkommissionKleine Positionen können prozentual teurer werden, wenn Rundungen oder Mindestwerte greifen.

Fazit: Welcher Broker ohne Spread passt zu wem?

Wer wirklich einen Broker ohne Spread sucht, sucht nach Konten mit Spreads ab 0,0 Pips oder 0,0 Punkten. In diesem engen Sinn sind Pepperstone Razor, Admirals Zero, IC Markets EU Raw, Tickmill EU Raw und FP Markets Raw die relevanten Kandidaten.

Für deutsche Trader ist Pepperstone Razor der stärkste Gesamt-Kandidat, weil Raw-Spreads, Plattformauswahl und deutsche BaFin-Aufsicht zusammenkommen. Admirals Zero ist die naheliegende Wahl für MetaTrader-Trader mit klarer Positionsgröße. IC Markets EU, Tickmill und FP Markets können kostenstark sein, sollten aber bei Regulierung, Steuerunterlagen und Plattformdetails genauer geprüft werden.

Und die unbequeme Gegenprobe: Rechne vor dem Wechsel dein eigenes Handelsvolumen durch. Bei fünf Trades im Monat liegt der Unterschied zwischen Raw- und Standardkonto im einstelligen Eurobereich. Ein Kontowechsel lohnt sich erst, wenn die Handelsfrequenz ihn trägt.

Häufige Fragen zum Broker ohne Spread

Hinweis: Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit Risiken verbunden, bis hin zum Verlust des eingesetzten Kapitals. Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Maßgeblich sind immer die offiziellen Konditionen des jeweiligen Anbieters.