Depot-Vergleich 2026: die besten Broker in Deutschland

Für aktive Anleger ist IG 2026 die stärkste Wahl: Aufsicht über die IG Europe GmbH in Frankfurt, steuereinfach und mit ProRealTime, MT4 und TradingView. Admirals verbindet echte Aktien und ETFs mit MetaTrader, XTB bietet 0 % Provision bis 100.000 € Monatsumsatz. Für Einsteiger bleibt Trade Republic die einfachste App (2,50 % p. a. auf Cash), SMARTBROKER+ das breiteste steuereinfache Depot.
Der ultimative Online-Broker-Vergleich

Inhalt

Mein Ergebnis: Für aktive Anleger, die professionelle Werkzeuge, deutsche Aufsicht und automatischen Steuerabzug verbinden wollen, ist IG die stärkste Wahl. Admirals richtet sich an Nutzer, die echte Aktien und ETFs mit MetaTrader und TradingView-Charts in einer Umgebung suchen. XTB passt zu Anlegern, die echte Aktien provisionsfrei mit einer tiefen Handelsplattform verbinden wollen. Für Einsteiger und ETF-Sparer bleibt Trade Republic das zugänglichste Gesamtpaket, SMARTBROKER+ das breiteste steuereinfache Depot mit vielen Handelsplätzen.

Ich habe dabei nicht nur die plakative Ordergebühr verglichen. Im Alltag entscheiden auch Spread, Fremdwährungsumrechnung, Steuerabzug, Handelsplätze, Ordertypen und die Frage, wie verständlich die Kosten vor dem Kauf angezeigt werden. Genau dort trennen sich die Anbieter deutlicher, als es die Werbung mit „0 Euro“ vermuten lässt.

IG
Admirals

Angebotene Produkte

Optionen, CFD, CFDs auf Aktien

Aktien, ETF, CFD, CFD auf Indizes, CFDs auf Aktien, Forex, Kryptowährungen, Rohstoffe

Schnellvergleich

Broker

Kostenmodell

Steuer & Einordnung

IG

0 € Depotführung; CFD-Spreads ab 0,6 Punkten (EUR/USD) bzw. 1,2 Punkten (DAX); Aktien-CFDs mit Kommission

Steuer automatisch
IG Europe GmbH unter BaFin/Bundesbank; Fokus auf aktives Trading

Admirals

Invest.MT5: USA 0,02 USD/Aktie (mind. 1 USD); DE/FR 0,10 % (mind. 1 €); 0,3 % FX

Selbst erklären
Admirals Europe Ltd, CySEC 201/13; Aktien/ETFs und separate CFD-Konten

XTB

0 % Provision bis 100.000 € Monatsumsatz; darüber 0,2 % (mind. 10 €); 0,5 % FX

Selbst erklären
KNF-Hauptaufsicht, deutsche Zweigniederlassung; echte Wertpapiere und CFDs

Trade Republic

1 € Fremdkosten je Einzeltrade; Sparpläne 0 €; 2,50 % variable Verzinsung auf Cash (an den EZB-Satz gekoppelt)

Steuer automatisch
Deutsche Vollbank; Aktien, ETFs, Anleihen, Krypto

SMARTBROKER+

gettex ab 500 € Ordervolumen 0 €, darunter 1 €; Sparpläne 0 €

Steuer automatisch
Baader Bank; rund 30 Handelsplätze und breite Produktauswahl

Scalable Capital

FREE Broker 0,99 €; PRIME+ als Flatrate; Sparpläne 0 €

Steuer automatisch
BaFin-reguliertes Wertpapierinstitut; Aktien, ETFs und ETPs

Trading 212

Keine Orderprovision für Aktien/ETFs; 0,15 % Währungsumrechnung

Seit 05.01.2026 automatisch
Trading 212 EU GmbH unter BaFin-Aufsicht

finanzen.net zero

0 € ab 500 € Ordervolumen über gettex, darunter 1 €

Steuer automatisch
Depotführung über Baader Bank

Bitpanda

Aktien und ETFs: 1 € je Kauf/Verkauf; Krypto-Kosten assetabhängig

Aktien/ETF-Steuern automatisch
Multi-Asset-App; Kryptosteuern in Deutschland nicht pauschal automatisch

eToro

Aktien je nach Börse/Wohnsitz 1 oder 2 USD bei Kauf und Verkauf; weitere FX-Kosten möglich

Selbst erklären
Aktien, ETFs, Krypto, CopyTrader und CFDs

comdirect

Volumenabhängige Standardprovision; Neukundenpreise nur zeitlich begrenzt

Steuer automatisch
Commerzbank; sehr breites Bank- und Depotangebot

ING

4,90 € + 0,25 % vom Kurswert, max. 69,90 €; ggf. Handelsplatzentgelt

Steuer automatisch
Direktbank; breite Auswahl und viele Sparpläne

Consorsbank

Standard mind. 9,95 € im Silver-Status; Aktionen und Vieltrader-Staffeln separat

Steuer automatisch
BNP Paribas; viele Märkte, Fonds und Derivate

Flatex

Orderpreis abhängig von Handelsplatz und Volumen; Sparplanangebot separat prüfen

Steuer automatisch
flatexDEGIRO Bank AG; Aktien, ETFs und Derivate

Interactive Brokers

Sehr günstige, aber markt- und volumenabhängige Gebührenstruktur

Selbst erklären
Globale Märkte, Optionen, Futures; eher für Erfahrene

Beste Online Broker 2026: Unsere Top-Empfehlungen 10/2026

Der beste Broker hängt vom Nutzungsprofil ab. Ein ETF-Sparer braucht andere Funktionen als ein aktiver Trader, ein Dividendenanleger oder jemand, der regelmäßig Anleihen und Fonds kauft. Deshalb bewerten wir die Anbieter nicht nach einer einzigen Gesamtzahl, sondern nach konkreten Einsatzfällen.

IG: bester Broker für Profi-Plattformen und deutschen Steuerabzug

IG im Vergleich: Webplattform, ProRealTime, MetaTrader 4 und TradingView

IG gehört zu den erfahrensten Online-Brokern der Welt: Die IG Group wurde 1974 gegründet und ist an der Londoner Börse notiert. Deutsche Kunden betreut die IG Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt, die direkt von BaFin und Bundesbank beaufsichtigt wird. Damit ist IG, anders als XTB und Admirals, steuereinfach: Der Broker behält die Abgeltungsteuer automatisch ein, akzeptiert einen Freistellungsauftrag und führt die Verlusttöpfe.

Gehandelt wird über die eigene Webplattform, ProRealTime, MetaTrader 4, TradingView oder L2 Dealer mit direktem Marktzugang. Das Angebot umfasst über 17.000 Märkte per CFD, börsengehandelte Turbo24-Knock-outs sowie Barrier- und Vanilla-Optionen. Bei Index- und Forex-CFDs verdient IG am Spread, etwa ab 0,6 Punkten bei EUR/USD und ab 1,2 Punkten beim DAX.

Die Kehrseite: IG bietet weder ETF-Sparpläne noch Zinsen auf Guthaben, und die Kostenstruktur ist komplexer als bei einem Neobroker. Für den Sparplan bleibt ein Zweitdepot sinnvoll, für den aktiven Teil des Vermögens gehört IG zu den stärksten Anbietern am Markt. Gebühren und Plattformen im Detail zeigen die IG Erfahrungen 2026, die steuerliche Seite der Ratgeber IG Steuern mit Freistellungsauftrag und Verlustverrechnung.

Stark

  • IG Europe GmbH in Frankfurt unter BaFin- und Bundesbank-Aufsicht
  • steuereinfach mit Freistellungsauftrag und Verlusttöpfen
  • ProRealTime, MT4, TradingView und L2 Dealer

Schwach

  • keine ETF-Sparpläne, kein Guthabenzins
  • Schwerpunkt auf CFDs, Knock-outs und Optionen
  • Cash-Entschädigung über die EdW nur bis 20.000 €

Admirals: beste Wahl für MetaTrader und Multi-Asset

Mein Eindruck im Test: Admirals bietet am meisten Werkzeug, verlangt aber auch am meisten Orientierung. Das Dashboard trennt Invest-, Trade- und Zero-Konten; wer nur einen ETF kaufen will, muss zuerst das richtige Kontomodell wählen. Für erfahrene MetaTrader-Nutzer ist genau diese Tiefe der Vorteil.

Admirals im Test: Invest.MT5 und Zero.MT5 im Kontovergleich

Im Invest.MT5-Konto lassen sich echte Aktien und ETFs handeln. Für US-Aktien berechnet Admirals 0,02 USD je Aktie, mindestens 1 USD; bei deutschen und französischen Aktien sind es 0,10 % des Transaktionswerts, mindestens 1 €. Bei einer abweichenden Kontowährung kommt eine Umrechnungsgebühr von 0,3 % hinzu.

Für aktives Trading stehen MT4, MT5, die Supreme Edition mit mehr als 60 Zusatztools, StereoTrader sowie die Admirals-Plattform mit TradingView-Charts bereit. Wichtig: TradingView-Charts in der Admirals-Plattform sind nicht automatisch dasselbe wie eine direkte Broker-Anbindung im externen TradingView-Konto.

Der deutsche Zugang läuft über Admirals Europe Ltd unter der zyprischen CySEC, Lizenz 201/13. Admirals ist nicht steuereinfach; deutsche Kunden müssen Erträge selbst erklären. Die Kontostruktur und die niedrigere Anlegerentschädigung sind reale Nachteile gegenüber einem deutschen Vollbankdepot. Unser ausführlicher Admirals-Test 2026 zeigt Gebühren, Konten und Plattformen im Detail.

Stark

  • echte Aktien/ETFs und CFD-Trading in getrennten Konten
  • MT4, MT5, Supreme Edition und TradingView-Charts
  • Demokonto für die Plattformprüfung

Schwach

  • Kontomodelle für Einsteiger erklärungsbedürftig
  • nicht steuereinfach
  • 10 € Inaktivitätsgebühr pro Monat nach 24 Monaten ohne Trade bei positivem Kontoguthaben

XTB: bester Broker für aktive Anleger mit echten Aktien

Mein Eindruck im Test: Die xStation zeigt mehr Marktinformationen und Orderoptionen als eine Neobroker-App, ohne so technisch wie MetaTrader zu wirken. Entscheidend ist die Produktauswahl: Bei ähnlichen Namen muss klar erkennbar sein, ob eine echte Aktie oder ein CFD geöffnet wird.

XTB xStation im Test: echte Aktie und CFD in der Wertpapiersuche

XTB bietet über 7.400 Aktien aus 14 Märkten. Bis zu einem monatlichen Umsatz von 100.000 € fällt bei echten Aktien und ETFs keine Orderprovision an; oberhalb der Grenze sind es 0,2 %, mindestens 10 €. Bei Wertpapieren in einer anderen Kontowährung kostet die Umrechnung 0,5 %. Genau diese FX-Gebühr kann bei häufigen US-Aktienkäufen wichtiger werden als die beworbene Nullprovision.

XTB S.A. German Branch ist bei der BaFin registriert; die Hauptaufsicht liegt bei der polnischen KNF. Steuerlich bleibt der Anbieter für deutsche Kunden ein Auslandsbroker: Er stellt eine Erträgnisaufstellung bereit, führt die Abgeltungsteuer aber nicht automatisch ab. Neukunden mit Kontoeröffnung bis 31.12.2026 erhalten 90 Tage lang 4,5 % p. a. auf freies Guthaben bis 20.000 €, sofern sie pro Monat mindestens eine Aktien- oder ETF-Order aufgeben. Mehr zur Bedienung lesen Sie in unserem xStation-5-Praxistest.

Stark

  • tiefe, trotzdem zugängliche Plattform
  • echte Wertpapiere und CFDs getrennt verfügbar
  • 0 % Provision auf Aktien und ETFs bis 100.000 € im Monat

Schwach

  • 0,5 % Währungsumrechnung
  • kein automatischer deutscher Steuerabzug

Risikohinweis zu CFDs:

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 72 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit IG, 74 % mit Admirals und 77 % mit XTB. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Stand der Verlustquoten: Oktober 2026.

Bester Broker für Einsteiger: Trade Republic

Mein Eindruck im Test: Wertpapiersuche, Sparplan und Kauf liegen nah beieinander; die App erklärt sich schneller als die drei Profi-Plattformen. Vor einer Einzelorder bleibt aber wenig Auswahl beim Ausführungsplatz. Für Buy-and-hold ist das angenehm, für aktive Händler eine echte Einschränkung.

Plattform Trade Republic

Trade Republic verlangt keine Depotgebühr, Sparplanausführungen kosten 0 € und Einzelorders eine Fremdkostenpauschale von 1 €. Als deutsche Vollbank führt der Anbieter die Abgeltungsteuer automatisch ab und unterstützt den Freistellungsauftrag. Auf nicht investiertes Cash gibt Trade Republic den EZB-Einlagensatz weiter, seit dem 16. September 2026 sind das 2,50 % p. a. variabel.

Die Kehrseite ist nicht versteckt: Für tiefes Charting, viele Handelsplätze oder komplexe Orderstrategien ist Trade Republic nicht meine erste Wahl. Auch beim Kundenservice und bei Depotüberträgen gab es in der Vergangenheit öffentliche Kritik. Die ausführliche Einordnung finden Sie in unseren Trade-Republic-Erfahrungen 2026.

Bester Allround-Broker: SMARTBROKER+

Smartbroker+ Plattform

SMARTBROKER+ ist die stärkste Wahl für Anleger, die ein breites Depot wollen und nicht nach sechs Monaten merken möchten, dass der Broker bei Anleihen, Fonds oder Handelsplätzen zu eng wird. Stiftung Warentest kürte SMARTBROKER+ im Dezember 2025 zum Kostensieger in allen getesteten Depotgrößen.

Das Angebot ist breiter als bei fast jedem anderen deutschen Broker: gettex-Orders ab 500 € Ordervolumen für 0 €, alle anderen Börsen für 4 € Flat (Xetra: 4 € + 0,01 % Börsenentgelt, mind. 1,50 € zusätzlich), 0 € Sparpläne, 10.800+ sparplanfähige Wertpapiere, über 40.000 Anleihen und 18.000 Fonds. Dazu kommen 2,25 % p. a. variable Zinsen auf das Guthaben des Verrechnungskontos bis 100.000 €, ein Detail, das im direkten Vergleich mit Trade Republic und Scalable Capital relevant wird. Depot und Verrechnungskonto liegen bei der Baader Bank, die zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des BdB ist.

So wählst du den richtigen Online-Broker

Ein guter Broker passt zur Hauptnutzung. Wer monatlich 100 € in einen ETF spart, braucht keine Futures-Plattform. Wer US-Aktien aktiv handelt, sollte FX-Kosten und Handelsplätze ernster nehmen als die Depotgebühr. Wer Anleihen, Fonds und Dividendenwerte kombiniert, ist mit einem sehr schmalen Neobroker schnell schlecht bedient.

Kosten: Ordergebühr ist nicht alles

Die meisten Broker werben mit niedrigen Orderkosten. Das ist sinnvoll, aber unvollständig. Wirklich relevant sind Gesamtkosten: Ordergebühr, Spread, Handelsplatzentgelt, FX-Gebühr, Produktkosten, Sparplangebühr und mögliche Zusatzkosten bei Auslandsorders.

SMARTBROKER+ ist bei gettex-Orders ab 500 € sehr günstig und bei Xetra transparent (4 € + 0,01 % Börsenentgelt, Gesamtminimum ca. 5,50 €). Trade Republic ist bei einfachen Einzelorders und Sparplänen extrem transparent. Trading 212 ist bei Wertpapierkommissionen sehr stark, hat aber FX-Kosten. XTB ist bis 100.000 € Monatsvolumen bei Aktien/ETFs provisionsfrei. Bei IG und Admirals hängen die Kosten vom Produkt ab: Bei CFDs zählen Spread und Übernachtfinanzierung, bei echten Aktien die Kommission. Wer aktiv handelt, sollte vorher genau prüfen, wie sich Kosten bei mehreren Orders im Monat addieren, besonders bei Fremdwährungen.

Sicherheit: Regulierung, Einlagensicherung und Wertpapierverwahrung

Bei deutschen Brokern ist wichtig, ob der Anbieter selbst eine Bank ist, mit welcher Depotbank gearbeitet wird und wie Kundengelder verwahrt werden. Cash, Wertpapiere und Fondsanteile haben unterschiedliche Schutzlogiken. Wertpapiere gehören grundsätzlich dem Kunden und fallen nicht einfach in die Insolvenzmasse des Brokers; Cash unterliegt dagegen je nach Struktur der Einlagensicherung oder einer Geldmarkt-/Treuhandstruktur.

Trade Republic ist eine deutsche Vollbank mit BaFin- und Bundesbank-Aufsicht. IG arbeitet über die IG Europe GmbH in Frankfurt, ebenfalls unter BaFin- und Bundesbank-Aufsicht; Kundengeld ist dort über die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zu 90 %, höchstens 20.000 €, geschützt. SMARTBROKER+ arbeitet über die Baader Bank, die zusätzlich Mitglied im freiwilligen BdB-Einlagensicherungsfonds ist. Scalable Capital nutzt ebenfalls deutsche regulierte Strukturen. Eine gute Übersicht bietet der Vergleich BaFin-regulierter Broker sowie unser Artikel zur Kapitalertragsteuer in Deutschland für die steuerliche Seite.

Produktangebot: ETF-Sparplan oder echtes Depot?

Viele Anleger brauchen am Anfang nur einen ETF-Sparplan. Später kommen Einzelaktien, Dividendenwerte, Anleihen, Fonds oder Geldmarkt-ETFs dazu. Wer dann den Broker wechseln muss, hat Aufwand mit Depotübertrag, Anschaffungsdaten und Steuerdokumenten. Deshalb sollte der Broker nicht nur für den ersten Kauf, sondern für die nächste Ausbaustufe passen.

Für maximale Einfachheit reicht Trade Republic. Für breitere Wertpapierauswahl ist SMARTBROKER+ klar stärker. Für internationale Aktien ist Trading 212 sehr praktisch. Für aktive Plattform-Nutzer sind IG, Admirals und XTB interessanter: IG mit der größten Plattformauswahl, Admirals mit MetaTrader, XTB mit echten Aktien in der xStation. Für Profi-Produkte wie Optionen, Futures oder komplexe internationale Märkte bleibt Interactive Brokers eine der tiefsten verfügbaren Plattformen.

Steuerlogik: Steuereinfach ist kein Nebendetail

Ein deutscher Broker führt Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Verlustverrechnung automatisch ab. Bei ausländischen Brokern müssen Anleger mehr selbst dokumentieren und in der Steuererklärung sauber erklären. Das kann bei wenigen Trades überschaubar sein; bei vielen Dividenden, Fremdwährungen, Verkäufen und Bruchstücken wird es schnell lästig. Entscheidend ist die Gesellschaft, die das Konto führt, nicht die Herkunft des Konzerns: IG führt die Abgeltungsteuer über die deutsche IG Europe GmbH automatisch ab, XTB und Admirals dagegen nicht.

In Deutschland gilt grundsätzlich 25 % Kapitalertragsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer, also 26,375 % ohne Kirchensteuer. Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 € für Einzelpersonen und 2.000 € bei Zusammenveranlagung. Mehr dazu im Leitfaden zur Kapitalertragsteuer in Deutschland.

Plattform & Bedienung: Im Alltag zählt nicht das Design, sondern das Tempo

Eine App kann hübsch sein – entscheidend ist, ob du im Alltag schnell und fehlerfrei handeln kannst. Du merkst die Qualität spätestens dann, wenn es hektisch wird.

Das macht eine gute Plattform aus:

  • Stabilität: App/Web funktionieren auch bei volatilen Märkten.
  • Ordertypen: Limit, Stop, Stop-Limit (und je nach Stil mehr).
  • Übersicht: Abrechnungen, Dokumente, Steuerbereich – leicht auffindbar.
  • Sparpläne: Ändern/pausieren/erhöhen in Sekunden, klare Ausführungstage.
  • Support-Erreichbarkeit: Wenn’s ein Problem gibt, willst du jemanden erreichen – nicht nur ein Kontaktformular.

Depotwechsel/Depotübertrag: Denk schon beim Start an den Exit

Du solltest den Broker wechseln können, ohne dass es ein Projekt wird. Ein guter Depotwechsel ist planbar – ein schlechter kostet Wochen und Nerven.

Worauf es ankommt:

  • Ablauf & Dauer: Depotüberträge dauern häufig mehrere Tage bis Wochen – je nach Broker und Positionen.
  • Anschaffungsdaten: Sollten korrekt übertragen werden (wichtig für Steuer & Performance).

Welcher Online Broker passt zu dir?

Unser Depot Vergleich zeigt vor allem eins: „den“ besten Broker gibt es nicht. Es hängt stark davon ab, wofür du dein Depot nutzt.

So gehst du vor in 2 Minuten

  1. Leg deine Hauptnutzung fest: Sparplan, Einzelkäufe, Trading, Krypto – und wie oft du wirklich handelst.
  2. Filtere nach den wenigen Punkten, die dich wirklich betreffen: Kosten, Handelsplätze/Produkte, Steuern in Deutschland, Plattform, Support.
  3. Triff die pragmatische Entscheidung: Wenn zwei Broker ähnlich sind, gewinnt der, der deinen „Hauptfall“ am saubersten löst (z. B. Sparplan-Setup oder internationaler Handel).

Krypto-Broker: Bitpanda, Kraken und Finst statt Depot-Kompromiss

Krypto ist kein normaler Aktienhandel. Wer Bitcoin oder Ethereum wirklich halten möchte, sollte zwischen echten Coins, ETPs, CFDs und App-Exposure unterscheiden. Bitpanda, Kraken und Finst sind stärker, wenn echte Krypto-Funktionen im Vordergrund stehen. Trade Republic und Scalable bieten Krypto-Zugang einfacher, aber weniger tief.

Für langfristige Krypto-Anleger zählen Verwahrung, Gebühren, Produktform und Steuerdokumentation. Für kurzfristige Trader zählen Liquidität, Spreads und Orderausführung. Eine Krypto-Position im Depot ist bequem; echte Krypto-Plattformen sind spezialisierter.

Vor- & Nachteile von Online-Brokern

Vorteile

  • Günstiger und digitaler Zugang zum Wertpapierhandel
  • Aktien und ETF-Sparpläne sind bei vielen Anbietern sehr günstig oder sogar kostenlos
  • Schnelle Depoteröffnung und bequeme Verwaltung per App oder Web

Nachteile

  • Häufig kein persönlicher Ansprechpartner wie bei klassischen Banken
  • Bei Auslandsbrokern ohne deutschen Steuerabzug Mehraufwand in der Steuererklärung
  • Versteckte Kosten über Spreads und Währungsumrechnung, wenn man nur auf die Ordergebühr achtet

Fazit: Welcher Online-Broker ist 2026 der beste?

Der beste Online-Broker 2026 hängt vom Profil ab. Für aktive Anleger, die professionelle Werkzeuge und deutsche Aufsicht suchen, ist IG die stärkste Wahl: ProRealTime, MetaTrader 4 und TradingView, BaFin-Aufsicht über die IG Europe GmbH und automatischer Steuerabzug. Admirals überzeugt alle, die echte Aktien und ETFs mit MetaTrader verbinden wollen, XTB alle, die echte Aktien und ETFs bis 100.000 € Monatsumsatz ohne Provision handeln und dazu eine starke Plattform wollen.

Für Einsteiger bleibt Trade Republic die einfachste App, mit Sparplänen ab 1 € Sparrate und 2,50 % p. a. auf Guthaben. SMARTBROKER+ ist die breiteste steuereinfache Depotlösung mit vielen Handelsplätzen und 2,25 % p. a. auf das Verrechnungskonto; Stiftung Warentest kürte den Anbieter im Dezember 2025 zum Kostensieger. Trading 212 ist stark für internationale Aktien und Bruchstücke, Interactive Brokers für erfahrene Nutzer, die bewusst Tiefe suchen.

Die schlechteste Entscheidung ist nicht ein Broker auf Platz zwei oder drei. Es ist ein Broker, der nicht zur eigenen Nutzung passt. Wer vor der Eröffnung ehrlich klärt, ob er Sparplananleger, Dividendeninvestor, aktiver Trader oder Krypto-Nutzer ist, spart sich später Gebühren, Frust und unnötige Depotwechsel.

IG
Admirals

Angebotene Produkte

Optionen, CFD, CFDs auf Aktien

Aktien, ETF, CFD, CFD auf Indizes, CFDs auf Aktien, Forex, Kryptowährungen, Rohstoffe

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Online Broker

Haftungsausschluss:

Trading 212: Um einen kostenlosen Anteil im Wert von bis zu 100 EUR/GBP zu erhalten, können Sie über diesen Link ein Konto bei Trading 212 eröffnen. Bedingungen gelten

72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

Disclaimer: Trading ist riskant und Sie könnten einen Teil oder Ihr gesamtes investiertes Kapital verlieren. Alle veröffentlichten Informationen dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Form von Finanz-/Anlageberatung und/oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

*Kapitalanlagen bergen Risiken. Der Wert Ihrer Anlage kann steigen oder fallen, und Sie erhalten unter Umständen nicht den investierten Betrag zurück. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.