Smartbroker+ vs. Trade Republic 2026: Welcher Broker ist besser?

Trade Republic gewinnt bei Cash-Zinsen (2,25 %), Krypto und Banking; Smartbroker+ bei Produktbreite, Börsenwahl und Großorders (0 € via gettex ab 500 €). Beide sind steuereinfach und führen Depot plus ETF-Sparplan kostenlos.
Smartbroker+ vs. Trade Republic 2026 — direkter Vergleich von Kosten, Produkten, Zinsen und Regulierung

Inhalt

Trade Republic und Smartbroker+ stehen für zwei unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage: Wie sieht günstiges Investieren in Deutschland 2026 aus? Trade Republic bündelt Depot, Girokonto, Karte, Krypto und Zinsen in einer einzigen App und ist seit Dezember 2023 eine vollregulierte Bank. Smartbroker+ verzichtet auf das Banking-Paket, bietet dafür mit über 40.000 Aktien, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag und der Wahl zwischen mehreren echten Börsenplätzen das breitere Anlageuniversum — und wurde von Stiftung Warentest als Kostensieger ausgezeichnet. Dieser Vergleich zeigt, für welches Anlegerprofil welcher Broker die bessere Wahl ist.

Smartbroker+

Gebühren

Trade Republic

Gebühren

Smartbroker+ vs. Trade Republic: die Tabelle

KriteriumTrade RepublicSmartbroker+
Typ & RegulierungVollbank (BaFin, Bundesbank, EZB)Wertpapierhandelshaus (§ 15 WpIG, BaFin)
Depotgebühr0 €0 €
ETF-Sparplan0 € (ab 1 €)0 € (10.800+ Sparpläne)
Einzelorder1 € Fremdkostenpauschale (LS Exchange)0 € via gettex ab 500 €; 1 € darunter; 4 € XETRA/Tradegate
HandelsplätzeLS Exchange (ein Platz)0 € via gettex ab 500 €; 1 € darunter; 4 € XETRA/Tradegate
Cash-Zinsen2,25 % p.a. (variabel)1,75 % p.a. (variabel, bis 100.000 €)
Aktien / ETFs9.000+ / 2.000+40.000+ / 2.500+
Fonds / Derivate❌ / ❌18.000+ ohne Ausgabeaufschlag / 4,6 Mio.+
Krypto✅ Spot (50+, Verwahrung BitGo)Nur Krypto-ETPs (kein Spot)
Banking / Karte✅ Girokonto, Visa-Karte, Saveback❌ Reines Depot
Steuereinfach✅ Ja✅ Ja

Regulierung und Sicherheit

BaFin-Eintrag Trade Republic als deutsche Vollbank unter Aufsicht
Smartbroker ist bei der Bafin reguliert

Der strukturelle Hauptunterschied liegt im Lizenztyp. Trade Republic Bank GmbH ist seit Dezember 2023 ein CRR-Kreditinstitut unter gemeinsamer Aufsicht von BaFin, Deutsche Bundesbank und EZB. Bargeld auf dem Verrechnungskonto fällt damit direkt unter die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Partnerbank, verteilt auf mehrere Institute.

Smartbroker+ wird von der Smartbroker AG als Wertpapierhandelshaus nach § 15 WpIG betrieben — also kein Kreditinstitut mit eigener Banklizenz. Die Depotführung und die Verwahrung des Bargelds übernimmt die Baader Bank, ein deutsches Kreditinstitut; das Cash auf dem Zinskonto unterliegt darüber der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 €. Wertpapiere sind in beiden Fällen Sondervermögen und gehören rechtlich dem Kunden, nicht dem Broker — im Insolvenzfall bleiben sie außen vor. Praktisch heißt das: Beim reinen Bargeldschutz nehmen sich beide wenig, weil hinter beiden ein einlagensicherndes Kreditinstitut steht. Die Vollbanklizenz verschafft Trade Republic aber den direkteren regulatorischen Status.

Kosten im direkten Vergleich

Bei den laufenden Kosten trennen sich die Modelle erst beim Einzelkauf. Der ETF-Sparplan ist bei beiden gratis: Trade Republic führt Sparpläne ab 1 € ohne Ausführungsgebühr aus, Smartbroker+ bietet über 10.800 Sparpläne ebenfalls zu 0 €. Wer ausschließlich monatlich bespart, zahlt bei keinem der beiden eine Ausführungsgebühr — der Unterschied liegt im Spread des jeweiligen Handelsplatzes.

Beim Einzelkauf zeigt sich Smartbroker+ flexibler. Über den Handelsplatz gettex kostet eine Order ab 500 € Volumen 0 € zuzüglich Spread — die günstigste Einzelkaufoption unter den deutschen Brokern. Unterhalb von 500 € fällt 1 € an, also derselbe Satz wie bei Trade Republic. Wer dagegen über XETRA oder Tradegate handeln möchte — etwa für engere Spreads bei großen Orders — zahlt bei Smartbroker+ rund 4 € pro Order. Trade Republic verlangt einheitlich 1 € Fremdkostenpauschale, leitet aber ausschließlich über LS Exchange weiter; ein direkter Xetra-Zugang fehlt. Mit diesem 1-Euro-Satz gehört Trade Republic im breiten Online-Broker-Vergleich trotzdem zu den günstigsten Optionen für Sparplan-Anleger.

Produktangebot: Breite gegen Banking

Hier liegt der deutlichste Unterschied. Smartbroker+ bietet über 40.000 Aktien an 30 Börsenplätzen, mehr als 2.500 ETFs, über 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag und mehr als 4,6 Millionen Derivate — Optionsscheine, Zertifikate und Knock-outs. Für aktive Anleger, Fondssparer und alle, die über die ETF-Welt hinaus diversifizieren, ist das im deutschen Markt eines der breitesten Angebote überhaupt.

Trade Republic setzt auf ein fokussierteres, dafür stärker vernetztes Angebot: rund 9.000 Aktien und über 2.000 ETFs, ergänzt um Anleihen, Private Markets und — als klares Alleinstellungsmerkmal gegenüber Smartbroker+ — den Spot-Kauf von über 50 Kryptowährungen mit Verwahrung bei der BitGo Europe GmbH. Smartbroker+ bildet Krypto nur über Krypto-ETPs ab, also verbriefte Produkte ohne echten Coin-Besitz. Wer Bitcoin oder Ether tatsächlich halten will, kommt an Trade Republic nicht vorbei; wer Fonds und Derivate sucht, an Smartbroker+ nicht.

Cash-Zinsen auf nicht investiertes Guthaben

Auf unveranlagtes Guthaben zahlen die Trade Republic Zinsen aktuell 2,25 % p.a., täglich berechnet und monatlich gutgeschrieben, ohne Obergrenze. Der Satz ist variabel und an den EZB-Einlagezins gekoppelt — eine Zinsgarantie gibt es nicht. Smartbroker+ verzinst das Zinskonto mit 1,75 % p.a. bis 100.000 € und 1,5 % p.a. für den Anteil zwischen 100.000 und 1.000.000 €, ebenfalls variabel und an die EZB-Einlagefazilität gekoppelt, Auszahlung quartalsweise. Über alle Beträge hinweg liegt Trade Republic damit beim Cash-Zins vorn. Gegen die Aktionszinsen klassischer Tagesgeldkonten von bis zu 3,5 % wirken beide Dauerzinsen moderat, behaupten sich im Tagesgeld-Vergleich der dauerhaften Sätze aber gut.

Banking, Karte und Krypto: das Trade-Republic-Ökosystem

Was Smartbroker+ bewusst auslässt, ist bei Trade Republic ein zentrales Argument: Zum Depot gehören ein Girokonto mit eigener IBAN, eine kostenlose Visa-Debitkarte und das Saveback-Modell, bei dem 1 % auf berechtigte Kartenzahlungen automatisch als Sparplan-Order ins Depot fließen — gedeckelt und an einen aktiven Sparplan ab 50 € pro Monat geknüpft. Für Anleger, die Konto, Karte, Sparplan und Krypto nicht auf mehrere Anbieter verteilen wollen, ist dieses Bündel der eigentliche Grund für Trade Republic. Smartbroker+ bleibt demgegenüber ein reines Wertpapierdepot — fokussiert, aber ohne Banking-Funktionen.

App und Bedienung

Trade Republic Bewertungen auf Trustpilot
Smartbroker+ Trustpilot-Bewertung

Trade Republic gilt als Maßstab für schlanke Broker-Apps: wenige Schritte bis zur Order, klare Depotübersicht, ergänzt um eine Webanwendung. Was fehlt, sind professionelle Charts, ein Demokonto und komplexe Ordertypen. Smartbroker+ hat seine App nach dem Rebranding modernisiert, gilt aber als noch nicht ganz so ausgereift; dafür punktet die Plattform mit der Wahl zwischen mehreren Handelsplätzen direkt im Orderfenster — eine Funktion, die Trade Republic gar nicht erst anbietet.

Steuern: beide steuereinfach

In der steuerlichen Handhabung sind sich beide gleich — und das ist für deutsche Anleger ein Pluspunkt. Trade Republic behält als Vollbank Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer automatisch ein. Bei Smartbroker+ übernimmt das die Baader Bank als depotführendes Institut; der Freistellungsauftrag lässt sich in beiden Apps einrichten, und beide stellen eine Jahressteuerbescheinigung aus. Eine Ausnahme bleibt der Krypto-Spot-Handel bei Trade Republic: Gewinne fallen unter § 23 EStG und müssen selbst erklärt werden. Auf alle übrigen Kapitalerträge fallen einheitlich 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an — unabhängig davon, welchen der beiden Broker man wählt.

Für wen welcher Broker?

Trade Republic ist die bessere Wahl für alle, die ein Komplettpaket suchen: ETF-Sparplan, höher verzinstes Cash-Konto, Girokonto mit Karte und echten Krypto-Spot-Handel unter einer Oberfläche. Wer sein Finanzleben in einer App bündeln und nebenbei den Cash-Zins von 2,25 % mitnehmen will, fährt mit Trade Republic am besten — das Komplettpaket, das die Trade Republic Erfahrungen mit der Note 4,5/5 bewerten.

Smartbroker+ spielt seine Stärken bei Anlegern aus, die Wert auf Produktbreite und Handelsplatzwahl legen: Fondssparer, die 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag schätzen, Vieltrader, die über gettex ab 500 € zum Nulltarif kaufen, und alle, die Zugang zu XETRA und Tradegate statt zu einem einzigen Market Maker wollen. Der Stiftung-Warentest-Kostensieg untermauert die günstigen Smartbroker+ Gebühren als zusätzliches Vertrauensargument für preisbewusste Langfristanleger.

Fazit

Smartbroker+ und Trade Republic konkurrieren weniger über den Preis als über die Philosophie. Beim Sparplan sind beide kostenlos, beim Bargeldschutz nehmen sie sich wenig, und steuereinfach sind sie ohnehin beide. Den Unterschied macht, was man darüber hinaus erwartet: Trade Republic liefert das dichteste Ökosystem aus Banking, Karte, Krypto und dem höheren Cash-Zins. Smartbroker+ liefert die größere Auswahl an Wertpapieren, Fonds und Börsenplätzen — und die günstigste Großorder über gettex.

Wer ein zweites Depot als Ergänzung sucht, kann die Stärken sogar kombinieren: das Banking-Konto bei Trade Republic, die breite Wertpapier- und Fondswelt bei Smartbroker+. Für die meisten Anleger reicht jedoch einer der beiden — und die Entscheidung fällt nicht über die Ordergebühr, sondern über die Frage: Brauche ich ein Finanz-Ökosystem in einer App, oder die größtmögliche Auswahl beim Investieren?

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Trade Republic vs Smartbroker+

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