Geldanlage

Kurzfazit
“Infinity Trading” ist kein geschützter Anbietername. Mehrere Plattformen nutzen “Infinity” im Namen – und zu einzelnen “Infinity”-Websites gab es offizielle Warnhinweise von Aufsichtsbehörden. Wenn dir hohe Renditen versprochen werden, Druck entsteht oder Auszahlungen nur gegen neue Zahlungen möglich sind: Abstand halten und zuerst die Regulierung prüfen.
“Infinity Trading” klingt nach einem konkreten Broker – ist es aber oft nicht. In der Praxis taucht der Begriff bei unterschiedlichen Websites und “Trading-Portalen” auf, häufig mit Fokus auf Forex und CFDs. Das Problem: Wenn Name und Marke nicht eindeutig sind, ist die Seriositätsprüfung wichtiger als bei bekannten, klar regulierten Anbietern.
Wenn du grundsätzlich Forex oder CFDs handeln willst, solltest du nicht bei einem Namen starten, sondern bei Struktur und Regulierung: Ein guter Einstieg ist ein neutraler Vergleich wie der CFD-Broker Vergleich oder – wenn es speziell um Währungen geht – der Forex Broker Vergleich.
Wenn du irgendeine verdächtige Trading-Seite öffnest, checke sofort diese drei Punkte:
Gibt es im Footer (oder im “Rechtliches”-Bereich) einen klaren Hinweis, wo der Broker registriert ist (z. B. BaFin, CySEC, FCA, ...)? Und noch wichtiger: Taucht der Broker (bzw. die Firma dahinter) auf der offiziellen Seite der Aufsicht tatsächlich auf?
Schauen wir uns das einmal an einem seriösen Beispiel an: XTB.
Auf Bild 1 siehst du im Footer den Regulierungshinweis. Dort steht sinngemäß, dass XTB in Deutschland über die Niederlassung registriert ist und dass die Aufsicht grundsätzlich über die polnische Finanzaufsicht läuft.

Und jetzt kommt der Teil, den die meisten NICHT machen: verifizieren.
Auf Bild 2 siehst du zusätzlich den Bezug zur polnischen Aufsicht (KNF), weil XTB als polnisches Institut grundsätzlich dort beaufsichtigt wird.
Auf Bild 3 siehst du die BaFin-Unternehmensdatenbank. Dort kannst du prüfen, ob die Firma (oder die Niederlassung) tatsächlich in der Datenbank erscheint.


Wenn du selbst prüfen willst, ob ein Broker bei der BaFin auftaucht, nutze diesen Link: BaFin-Unternehmensdatenbank
So suchst du richtig:
Gib im Feld “Unternehmen” einfach den Firmennamen ein, der zum Broker gehört, oder, falls vorhanden, nutze direkt die “BaFin-ID”.
Ebenso wichtig ist, dass klar und sauber kommuniziert wird, welche Firma hinter dem Anbieter steckt – und dass das im Impressum vollständig steht (z. B. Firmenname, Adresse, Vertretungsberechtigte, Registerangaben).
Das sieht man z. B. im Impressum von XTB (Bild 1): XTB S.A. German Branch, Joachimsthaler Straße 10, 10719 Berlin (inkl. BaFin-ID und Handelsregisterangaben).
Als weiteres Beispiel: der bekannte deutsche Broker und die deutsche Bank Trade Republic.
Im Impressum sieht man klar den Firmennamen (Trade Republic Bank GmbH), die Adresse in der Brunnenstraße in Berlin – und sie nennen sogar die Geschäftsführer.

Prüfe immer, ob es offizielle Warnhinweise oder klare Alarmzeichen von Aufsichtsbehörden gibt.
Ein Beispiel: Hier warnt/ermittelt die BaFin im Zusammenhang mit der Website infinity-brokers.com (Infinity Business Brokers Limited), weil nach ihren Erkenntnissen ohne Erlaubnis Finanz- und Wertpapierdienstleistungen angeboten wurden: Verbrauchermitteilung

Wenn auch nur einer dieser Punkte nicht sauber ist, ist die einfachste Lösung: geh zu einem regulierten, bekannten Broker.
Auf unserer Website findest du Erfahrungsberichte zu vielen Anbietern – damit du dir diese komplette Recherche sparen kannst.
Wie oben zu sehen, gab es formale Hinweise der BaFin zu Seiten mit “Infinity” in der URL. Das heißt nicht, dass jede Seite mit diesem Begriff automatisch Betrug ist. Es heißt nur: es lohnt sich, die drei Checks wirklich konsequent zu machen – damit du dir Ärger ersparst.
Wenn dir extrem hohe Renditen versprochen werden, “garantierte Gewinne”, “ohne Risiko” oder “du musst nichts tun”, ist das ein klares Alarmsignal. Das sind Trigger-Wörter, um dich anzulocken.
Wenn du wirklich “Geld verdienen ohne etwas zu tun” suchst, ist das Nächstbeste in der Realität ein langfristiger ETF-Plan, ein Robo-Advisor oder im defensiven Bereich ein Tagesgeldkonto – und selbst dann ist nichts zu 100% “garantiert” im Sinne von: ohne Risiko und ohne Bedingungen.
Merke dir: Investieren bedeutet immer Risiko. Wenn dir jemand das Gegenteil verkauft, solltest du misstrauisch werden.
Wenn du per E-Mail unter Druck gesetzt wirst, aggressive zeitlich limitierte “Angebote” bekommst, die dich zum schnellen Handeln zwingen, oder wenn du ständig angerufen wirst: Vorsicht.
Je knapper die Frist, je aggressiver die Ansprache, je schneller du “jetzt sofort” Geld überweisen sollst – desto größer ist meistens das Risiko.
Wie im ersten Check: Wenn du keine Regulierung findest, oder wenn zwar etwas im Footer steht, du den Anbieter aber nicht auf der offiziellen Seite des Regulators findest – dann riskier dein Geld nicht.
Gerade in Europa ist vieles stark reguliert. Nutz das zu deinem Vorteil und wähle einen Anbieter, der sauber prüfbar ist.
Bei Fake-Tradingportalen sehen Gewinne anfangs oft “echt” aus – tatsächlich sind sie häufig nur im Dashboard simuliert. Spätestens bei Auszahlungswünschen kommen neue Hürden: “Gewinnsteuern”, “Gebühren”, “Versicherung”, “Liquiditätsnachweis”.
Ziel ist fast immer, dass du erneut überweist. Wenn du diesen Punkt erreichst, ist die wichtigste Regel simpel: NICHT nachzahlen.
Wenn du investieren willst, aber keine Zeit hast, Erfahrungsberichte zu lesen, Vergleiche zu machen und Regulierung zu prüfen, hier ein paar fertige Vergleiche (europäisch reguliert – je nachdem, was du suchst):
“Infinity Trading” ist kein eindeutiger Brokername – und genau das macht die Lage heikel. Wenn Regulierung oder Impressum unklar sind oder Auszahlungen nur gegen neue Zahlungen möglich sein sollen, ist das ein klares Stoppsignal.
Wer seriös starten will, nutzt zuerst neutrale Vergleiche, testet mit Demokonto und überweist nie Geld “zur Freischaltung” einer Auszahlung.