ETF
Diese drei Initialen, E, T und F, sind Schlüsselbegriffe in der Welt der Geldanlage. Ein ETF, oder "Exchange Traded Fund", bildet die Entwicklung bekannter Börsenindizes wie den DAX oder S&P 500 nach.
Durch den Einsatz von Aktien-ETFs hast du die Möglichkeit, auf einfache und kosteneffiziente Weise am Börsengeschehen teilzunehmen und dein Vermögen über die Zeit zu vermehren. Das Einzige, was du benötigst, ist ein preiswertes Wertpapierdepot und ein Verständnis der Basisprinzipien. Unsere Empfehlungen für bestimmte Fonds findest du in unserem ETF-Vergleich👉🏻UCITS ETF: Alles, was du wissen musst
👉🏻Mehr lesen: Sind ETFs Derivate?.
ETFs, kurz für "Exchange Traded Funds", sind eine Art von Investmentfonds, die Börsenindizes nachbilden. Sie sammeln Geld von Anlegern und investieren dieses in die im Index enthaltenen Wertpapiere, meist Aktien oder Anleihen.
Ein praktisches Beispiel ist der DAX, der die 40 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland umfasst. Ein DAX-ETF würde in genau diese Unternehmen investieren, wodurch seine Wertentwicklung der des DAX entspricht.
Aktienindizes repräsentieren oft die wertvollsten Unternehmen an der Börse. Ein ETF, der einen solchen Index nachbildet, ermöglicht es Anlegern, "in den Markt" zu investieren, also in die beliebtesten und oft stabilsten Unternehmen.
ETFs streben nicht danach, den Markt zu übertreffen, sondern dessen Rendite zu replizieren, indem sie die breite Masse der Investoren einfach nachahmen. Dies bietet eine unkomplizierte und kosteneffiziente Möglichkeit, am Marktgeschehen teilzunehmen.
Ein großer Vorteil von ETFs gegenüber aktiv gemanagten Fonds ist ihre Kosteneffizienz. ETFs verursachen deutlich geringere Gebühren, sowohl bei der Anschaffung als auch bei den laufenden Kosten. Dadurch bleibt mehr von der tatsächlichen Wertentwicklung des Investments erhalten.
Es gibt unterschiedliche Arten von ETFs:
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Wir haben herausgefunden, dass Investitionen in weltweit orientierte Aktien-ETFs über einen Zeitraum von 15 Jahren bisher nie zu einem Verlust geführt haben. Dies liegt daran, dass solche ETFs die Risiken auf eine Vielzahl von Unternehmen verteilen und somit ausgleichen.
Für langfristige Investments sind daher ETFs, die den globalen Aktienmarkt repräsentieren und Dividenden reinvestieren, am besten geeignet. Hier sind einige der empfohlenen Indizes:
Um in globale Aktien-ETFs wie den MSCI World, MSCI ACWI oder FTSE All-World zu investieren, benötigst du ein Wertpapierdepot bei einem Broker, der diese Fonds kostengünstig anbietet. Hier sind drei beliebte Anbieter:
Tipp: Achte bei der Auswahl des Brokers auf ETF-Angebot, Gebührenstruktur und verfügbare Sparpläne. Viele Broker bieten beliebte ETFs wie den MSCI World oder FTSE All-World als kostenfreie Sparpläne ab 1 € Mindestbetrag an – ideal für langfristiges Vermögenswachstum.
ETFs werden hauptsächlich von Banken und spezialisierten Investmentgesellschaften herausgegeben. In Europa führend sind dabei die iShares-ETFs von Blackrock aus den USA. Dicht dahinter liegen die Marken Amundi und Lyxor, die zur französischen Crédit Agricole gehören, sowie Xtrackers von der DWS, die mehrheitlich zur Deutschen Bank gehört.
Andere namhafte Anbieter umfassen UBS aus der Schweiz, die US-Unternehmen SPDR (ausgesprochen "Spider") und Invesco, früher bekannt als Source, sowie die britische HSBC-Bank. Im deutschsprachigen Raum war auch Comstage bekannt, das ursprünglich zur Commerzbank gehörte, bevor es 2018 von Société Générale übernommen und 2020 unter dem Namen Lyxor neu aufgestellt wurde, welches seit 2021 zu Amundi gehört.
Die Auswahlkriterien für unsere Empfehlungen umfassen:
Diese Kriterien stellen sicher, dass ein ETF langfristig beständig ist und die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index zuverlässig abbildet. Ein ausreichendes Anlagevolumen minimiert zudem das Risiko, dass der ETF wegen Unrentabilität vom Markt genommen wird.
Interessanterweise sind die laufenden Kosten eines ETFs kein direktes Empfehlungskriterium, da niedrigere Kosten nicht zwangsläufig zu höheren Renditen führen. Einige ETFs erzielen zusätzliche Einnahmen durch Wertpapierleihe oder effizientere Rückerstattung von Quellensteuern, was höhere Kosten rechtfertigen kann.
Entscheidend ist, dass der ETF, nach Abzug aller Kosten, eine Wertentwicklung nahe am sogenannten Nettoindex zeigt. Der Nettoindex berücksichtigt den Gesamtwert aller Aktien, subtrahiert Quellensteuern und addiert Dividenden. Alle von uns empfohlenen ETFs erfüllen dieses Kriterium.
Für den Erwerb und die Verwaltung von ETFs musst du nicht persönlich bei einer Filialbank vorstechen und die oft hohen Depotgebühren zahlen. Stattdessen kannst du ein kostenloses Online-Depot bei einer Direktbank oder einem Online-Broker eröffnen, was in der Regel kostengünstiger ist.
Aus einer Analyse von 19 Depots im Dezember 2023 haben wir die attraktivsten Angebote für dich herausgefiltert. Wir empfehlen Depots, die entweder besonders günstige Konditionen für den Kauf und Verkauf von ETFs bieten oder durch ihre Benutzerfreundlichkeit überzeugen.
Sobald du dein Depot eingerichtet hast, wählst du den gewünschten Aktienindex für deine Investition. Für den Kauf benötigst du dann nur noch die Wertpapier-Identifikationsnummer (ISIN) oder die Kennnummer (WKN) des ETFs. Diese Nummern sind in unseren Empfehlungen angegeben.
Eine detaillierte Anleitung zum ETF-Kauf findest du in unserem Ratgeber zum Aktienkauf.
Beim Investieren in ETFs kannst du entweder einen größeren Betrag auf einmal anlegen oder regelmäßig, etwa monatlich oder vierteljährlich, kleinere Beträge in einen ETF-Sparplan einzahlen. Wann du startest, ist weniger wichtig als die Kontinuität deiner Investition. Entscheidend für den Erfolg ist jedoch der Zeitpunkt des Ausstiegs.
Falls du weißt, dass du in fünf Jahren auf dein angespartes ETF-Vermögen zurückgreifen musst, solltest du nicht darauf hoffen, dass die Börsenkurse zu diesem Zeitpunkt gerade günstig stehen. Stattdessen ist es ratsam, deine ETF-Anteile schrittweise zu verkaufen und das Geld auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto anzulegen. Wie du dabei vorgehen kannst, erklären wir detailliert in unserem Ratgeber zur Geldanlage.
Wir raten dazu, ETF-Sparen als einen von drei Bausteinen in deine Geldanlage zu integrieren, neben einem soliden Tages- und Festgeldkonto. Wie viel du in welche Anlageform investierst, hängt von deinem Budget und deiner Risikobereitschaft ab. Verschiedene Musterportfolios und deren Performance über 15 Jahre – ohne Verluste – findest du in unserem Ratgeber zur Geldanlage.
ETFs, wie auch andere Fondsarten, sind als Sondervermögen geschützt. Das bedeutet, dass dein investiertes Geld in Fondsanteilen sicher ist, selbst wenn der ETF-Anbieter insolvent werden sollte. Die Fondsanteile bleiben dir erhalten, da Fondsgesellschaften verpflichtet sind, das Geld der Anleger getrennt vom eigenen Unternehmensvermögen zu halten und in der Regel bei unabhängigen Depotbanken zu hinterlegen.
Zum Beispiel verwahren Xtrackers und iShares ihre Anlegermittel bei der State Street Bank in Luxemburg bzw. Irland, und Invesco nutzt die Northern Trust Bank. Diese Maßnahme schützt das Anlegervermögen davor, in die Konkursmasse der Fondsgesellschaft einzugehen und für die Begleichung von Gläubigeransprüchen verwendet zu werden.
Falls die Fondsgesellschaft ausfällt, übernimmt die Depotbank die Verwaltung des ETFs, entweder dauerhaft oder bis ein anderer Anbieter die Fondsanteile erwirbt. Sollte die Depotbank insolvent werden, werden die Fondsanteile gesetzlich an einen neuen Treuhänder übertragen, der als neue Verwahrstelle fungiert, was für den Anleger keine Nachteile mit sich bringen sollte.
Auch wenn deine Onlinebank oder dein Broker, bei dem du dein Wertpapierdepot führst, insolvent werden sollte, besteht kein Grund zur Sorge. Ein Treuhänder würde dein Depot übernehmen und als neuer Ansprechpartner fungieren.
Es gibt eine verbreitete Annahme, dass physisch replizierende ETFs (die die Indexaktien direkt kaufen) sicherer sind als synthetische ETFs (die über Tauschgeschäfte die Indexwertentwicklung nachbilden). Jedoch ist das Risiko eines Verlustes bei beiden Arten von ETFs aufgrund strenger Regulierungen sehr gering.
Hier sind die Unterschiede zwischen physisch replizierenden ETFs und synthetischen ETFs dargestellt:
Merkmale | Physisch replizierende ETFs | Synthetische ETFs | |||
Replikationsmethode | Hält alle oder fast alle Aktien des Originalindex (optimized sampling). | Lässt sich Indexentwicklung über Tauschgeschäfte (Swaps) von einer Bank zusichern. Baut eigenes Trägerportfolio auf. | |||
Zusätzliche Einnahmen | Verleiht Aktien am Kapitalmarkt, um mehr Einnahmen zu erzielen. | Nutzt Tauschgeschäfte, um kostengünstiger die Indexentwicklung nachzubilden. | |||
Sicherheit bei Insolvenz | Wertpapierleihe ist besichert und wird täglich ausgeglichen. | Im Falle einer Bankinsolvenz wird das Trägerportfolio und Sicherheiten der Bank (meist Staatsanleihen) liquidiert. |
Merkmale | Physisch replizierende ETFs | Synthetische ETFs |
Replikationsmethode | Hält alle oder fast alle Aktien des Originalindex (optimized sampling). | Lässt sich Indexentwicklung über Tauschgeschäfte (Swaps) von einer Bank zusichern. Baut eigenes Trägerportfolio auf. |
Zusätzliche Einnahmen | Verleiht Aktien am Kapitalmarkt, um mehr Einnahmen zu erzielen. | Nutzt Tauschgeschäfte, um kostengünstiger die Indexentwicklung nachzubilden. |
Sicherheit bei Insolvenz | Wertpapierleihe ist besichert und wird täglich ausgeglichen. | Im Falle einer Bankinsolvenz wird das Trägerportfolio und Sicherheiten der Bank (meist Staatsanleihen) liquidiert. |
Hinweis: Sowohl physisch replizierende als auch synthetische ETFs unterliegen, wie alle Aktienfonds, den üblichen Marktrisiken. Sollten die im Fonds enthaltenen Aktien verkauft werden müssen, entspricht der Erlös lediglich dem aktuellen Marktwert dieser Aktien. Diese Replikationsmethoden finden ebenso bei Anleihen- und Geldmarkt-ETFs Anwendung.
71% der Anlegerkonten verlieren Geld beim Handel mit CFDs über diesen Anbieter.
Das Investieren in Finanzprodukte birgt ein gewisses Risiko.
Der Wert von Investitionen kann schwanken.
ETFs werden oft mit traditionellen, aktiv verwalteten Investmentfonds verglichen, was Fragen bezüglich ihres Risikos aufwirft. Hier sind die wesentlichen Punkte, die häufig diskutiert werden, und unsere Einschätzung dazu:
Bei der Betrachtung der Kosten von ETFs stößt man auf den Begriff Total Expense Ratio (TER). Diese Kennzahl gibt an, welcher Prozentsatz der jährlichen Rendite durch Gebühren geschmälert wird und umfasst:
Die TER wird geschätzt und üblicherweise monatlich oder vierteljährlich direkt vom Fondsvermögen abgezogen. Für ETFs bewegt sich die TER in der Regel zwischen 0,1 % und 0,5 % pro Jahr. Wichtig zu beachten ist, dass in der TER nicht die Transaktionskosten enthalten sind, die beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren anfallen. Somit liegen die tatsächlichen Kosten eines ETFs stets etwas über der TER.
Die Besteuerung von ETFs hat sich mit dem Investmentsteuergesetz 2018 wesentlich vereinfacht. Seitdem werden alle Investmentfonds einheitlich mit der Abgeltungssteuer belegt, unabhängig vom Ausschüttungsverhalten oder dem Auflegungsort des Fonds. Die Depotbank berechnet eine jährliche Bemessungsgrundlage für die Abgeltungssteuer, die bei etwa 25 % liegt.
Für ETFs mit einem Aktienanteil von mindestens 50 % greift eine Teilfreistellung, wodurch 30 % der Erträge steuerfrei bleiben. Diese Regelung betrifft die meisten ETFs, die in den Rankia-Empfehlungen genannt werden. Die Steuer wird direkt von der Depotbank einbehalten, es sei denn, es liegt ein Freistellungsauftrag vor. Kapitalerträge bis zu einer Höhe von 1.000 Euro (2.000 Euro bei gemeinsamer Veranlagung) sind steuerfrei.
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ETF steht für Exchange Traded Fund, zu Deutsch ein börsengehandelter Fonds. Ein ETF fasst verschiedene Anlagen, wie Aktien von Hunderten oder Tausenden von Unternehmen, zusammen. Im Gegensatz zu traditionellen Investmentfonds wird die Zusammensetzung eines ETFs nicht von einem Fondsmanagement bestimmt, sondern orientiert sich an einem Aktienindex wie dem DAX oder dem MSCI World. Dies bietet mehrere Vorteile:
ETFs sind daher besonders gut für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet.
Rankia empfiehlt für langfristige Investments besonders solche ETFs, die den globalen Aktienmarkt abbilden und Dividenden reinvestieren. Zu den empfohlenen Indizes gehören:
Diese Empfehlungen basieren auf der breiten Diversifikation und der Möglichkeit, langfristig in den globalen Aktienmarkt zu investieren, was besonders für den Aufbau von Vermögen vorteilhaft ist.
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