Optionen Broker Vergleich 2026: 5 Anbieter im Test

IG berechnet für Optionen 0,1 Einheiten der jeweiligen Handelswährung pro Kontrakt bei Eröffnung und Schließung. LYNX verlangt für Eurex-Optionen 2,00 € und für US-Aktien- und Indexoptionen 3,50 USD pro Kontrakt. Interactive Brokers berechnet bei US-Optionen im Pro-Modell 0,15 bis 0,65 USD pro Kontrakt; DEGIRO nennt für Eurex-Optionen 0,75 € pro Kontrakt.
Optionen Broker Vergleich: Die besten Anbieter für den Handel mit Optionen im Überblick

Inhalt

Optionen Broker Vergleich 2026 heißt zuerst: echte Optionen von Optionsscheinen trennen. Wer Calls und Puts an Eurex, Cboe oder CME handeln will, braucht einen anderen Broker als jemand, der bei Trade Republic nur Optionsscheine kauft. Ich bewerte hier nicht die schönste App, sondern den praktischen Optionszugang: Handelsplätze, Kosten, Optionskette, Plattformtiefe, Steueraufwand und Regulierung.

Optionen Broker im Überblick: welcher Anbieter kann was?

Die Tabelle bleibt bewusst kompakt. Bei Optionen sind fünf Spalten selten hilfreich, weil die eigentliche Entscheidung nicht in einem Datenraster fällt. Entscheidend ist: OTC oder Börse, einfache Plattform oder Profi-Tool, deutscher Service oder niedrigste Direktkosten.

BrokerOptionsartGebühr je Kontrakt
IGVanilla & Barrier (OTC)ab 0,1 Markt­währungs­einheit pro Lot
LYNXEurex + US-OptionenEurex ab 2,00 € / US ab 3,50 USD
CapTraderEurex + US-OptionenEurex ab 2,00 € / US ab 3,50 USD
Interactive BrokersEurex + globale OptionsbörsenUS-Optionen 0,15 bis 0,65 USD pro Kontrakt; 30+ Optionsmärkte
DEGIROEurex (Aktienoptionen)Variabel je Markt

Was ist ein Optionen-Broker?

Ein Optionen-Broker gibt Zugang zu Call- und Put-Optionen. Ein Call verbrieft das Recht, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Ein Put verbrieft das Recht, ihn zu verkaufen. Der Käufer zahlt eine Optionsprämie; der Verkäufer erhält diese Prämie und übernimmt die Stillhalterpflicht.

Der Handelsplatz entscheidet über die Produktqualität. Börsengehandelte Optionen laufen über Terminbörsen wie Eurex, Cboe oder CME. Kontraktgröße, Laufzeit, Ausübung und Clearing sind standardisiert. IG geht einen anderen Weg: Die Vanilla Options und Barrier Options werden direkt mit IG als Gegenpartei gehandelt.

Unsere Empfehlungen: Die 3 besten Optionen-Broker im Detail

🏆 Bester Broker für Vanilla & Barrier Options: IG

Vanilla Optionen beim IG Markets

IG ist einer der wenigen in Deutschland aktiven Broker, die OTC-gehandelte Vanilla Options und Barrier Options anbieten. Beide Produkte werden außerbörslich direkt mit IG als Gegenpartei gehandelt – das unterscheidet sie von börsengehandelten Optionen an Eurex oder CBOE. Vanilla Options sind dabei den klassischen „Plain-Vanilla"-Optionen nachempfunden: Du kannst sie sowohl kaufen als auch verkaufen, mit täglichen, wöchentlichen, monatlichen oder vierteljährlichen Laufzeiten. Barrier Options funktionieren ähnlich wie Knock-Out-Zertifikate – wird die festgelegte Knock-Out-Schwelle erreicht, verfällt die Option, und der maximale Verlust ist auf die gezahlte Prämie begrenzt.

Die deutsche Niederlassung IG Europe GmbH wird direkt von der BaFin und der Deutschen Bundesbank beaufsichtigt. Über die hauseigene Web-Plattform handelst du Optionen auf Indizes, Forex, Aktien und Rohstoffe – speziell entwickelt für den Optionshandel. Wer die Plattform zunächst risikofrei testen möchte, findet detaillierte Informationen in unseren IG Erfahrungen.

RegulierungBaFin (DE), FCA (UK)
OptionsartenVanilla Options & Barrier Options (beide OTC)
BasiswerteIndizes, Forex, ausgewählte Aktien, Rohstoffe
KostenOptionsprämie (inkl. Spread) + Kommission von 0,1 Markt­währungs­einheit pro Lot bei Eröffnung und Schließung
Übernacht­gebührKeine bei Vanilla Options (Kontrakt läuft mit Verfall aus)
MindesteinzahlungKeine bei Banküberweisung; 300 € bei Kreditkarte oder PayPal

Beste Wahl für börsengehandelte Optionen mit deutschem Service: LYNX

Optionen mit Lynx handeln

LYNX ist ein niederländischer Online-Broker, der die Trading-Infrastruktur von Interactive Brokers nutzt und seinen Kunden in Deutschland einen vollständig deutschsprachigen Service bietet. Über LYNX handelst du Aktienoptionen, Indexoptionen und Futures-Optionen an der Eurex sowie an US-Optionsbörsen wie CBOE und CME. Die Ordergebühr an der Eurex beträgt laut LYNX-Preisverzeichnis 2,00 € pro Kontrakt, an US-Optionsbörsen ab 3,50 USD pro Kontrakt. Als Handelsplattform steht die professionelle Trader Workstation (TWS) zur Verfügung, die mehr als 50 Ordertypen unterstützt.

Wer den Eurex-Markt im Detail verstehen möchte, findet auf der LYNX-Webseite ein umfangreiches Bildungsangebot. Ein Demokonto ist ebenfalls verfügbar – mehr dazu in unserem Demokonto-Vergleich.

RegulierungCBI (Irland, Konten bei IBIE), BaFin-Registrierung der deutschen Niederlassung
OptionsartenBörsengehandelte Aktien-, Index- und Futures-Optionen
HandelsplätzeEurex, CBOE, CME, BOX, PSE u. a.
GebührenEurex ab 2,00 € pro Kontrakt; US-Optionsbörsen ab 3,50 USD pro Kontrakt
PlattformTrader Workstation (TWS), WebTrader LYNX Basics, mobile Apps

🌍 Beste Wahl für internationale Optionsmärkte: Interactive Brokers

Interactive Brokers (IBKR) Plattform

Interactive Brokers (IBKR) gehört zu den weltweit größten Online-Brokern und ist an der NASDAQ notiert (Symbol: IBKR). Der Broker bietet direkten Zugang zu mehr als 30 Optionsbörsen weltweit und richtet sich an erfahrene Trader und institutionelle Anleger. Die Gebührenstruktur ist je nach Tarifmodell (Fixed Pricing oder Tiered Pricing) und Markt unterschiedlich – Details findest du im offiziellen Preisverzeichnis von Interactive Brokers. Die hauseigene Plattform Trader Workstation (TWS) gilt als eine der professionellsten am Markt. Mehr Informationen findest du in unserem ausführlichen Interactive Brokers Erfahrungsbericht.

RegulierungCBI (Irland, IBIE für EU-Kunden), SEC (USA), zahlreiche weitere
OptionsartenAktienoptionen, Indexoptionen, Futures-Optionen, FX-Optionen
HandelsplätzeÜber 30 Optionsbörsen weltweit, darunter Eurex, CBOE, CME, ISE, Euronext
GebührenVariabel nach Tarifmodell und Markt; siehe IBKR-Preisverzeichnis
PlattformenTrader Workstation (TWS), IBKR Mobile, IBKR GlobalTrader, WebTrader

Worauf solltest du bei einem Optionen-Broker achten?

Optionsart und Handelsplätze

Die wichtigste Frage zuerst: Möchtest du börsengehandelte Optionen (Eurex, CBOE) oder OTC-Optionen (Vanilla Options bei IG)? Beide Produkte haben unterschiedliche Charakteristika. Börsengehandelte Optionen sind standardisiert, transparent und werden über eine zentrale Clearing-Stelle abgewickelt. OTC-Optionen werden direkt mit dem Broker als Gegenpartei gehandelt – das bietet Flexibilität bei Laufzeiten und Kontraktgrößen, bedeutet aber auch ein Kontrahentenrisiko.

Gebührenstruktur

Bei Eurex-Optionen liegen die Ordergebühren bei den günstigeren Anbietern (LYNX, CapTrader) bei 2,00 € pro Kontrakt. Bei IG fallen für Vanilla Options eine Optionsprämie (inkl. Spread) sowie eine Kommission von 0,1 Marktwährungseinheit pro Lot bei Eröffnung und Schließung an. Achte zusätzlich auf mögliche Übernachtfinanzierungskosten (vor allem bei Barrier Options) und Inaktivitätsgebühren.

Plattform und Tools

Die Trader Workstation (TWS) von Interactive Brokers, die auch von LYNX und CapTrader genutzt wird, gilt als die Profi-Plattform schlechthin für den Optionshandel. Sie bietet Optionsketten, Greeks-Berechnung, Strategy Builder und Risikoanalyse. IG hat eine eigens für den Optionshandel entwickelte Web-Plattform, die einfacher zu bedienen ist, aber weniger Profi-Funktionen bietet. Welche Plattform besser passt, hängt von deinem Erfahrungsgrad ab. Wer verschiedene Plattformen testen will, sollte das vor der Kontoeröffnung über ein Demokonto tun.

Regulierung und Sicherheit

Alle vier vorgestellten Broker sind innerhalb der EU reguliert. IG hat als einziger eine direkte deutsche BaFin-Lizenz über die IG Europe GmbH. CapTrader verfügt über eine WpHG-Lizenz der BaFin, führt die Konten aber bei Interactive Brokers. LYNX und Interactive Brokers selbst arbeiten mit Konten bei Interactive Brokers Ireland (IBIE), die unter die irische Einlagensicherung (ICS) fallen.

Steuern beim Optionen-Handel in Deutschland

Gewinne aus Optionen gehören für deutsche Privatanleger grundsätzlich zu den Kapitaleinkünften. Die Abgeltungsteuer beträgt 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Bei ausländischen Brokern wie Interactive Brokers, LYNX, CapTrader oder DEGIRO müssen deutsche Anleger die Steuerdokumentation besonders sauber führen, weil die deutsche Steuer nicht wie bei einer inländischen Direktbank vollständig automatisch erledigt wird.

Ein wichtiger Punkt ist seit Ende 2024 erledigt: Die frühere 20.000-Euro-Verlustverrechnungsgrenze für Termingeschäfte wurde durch das Jahressteuergesetz 2024 gestrichen. Für Optionshändler ist das eine echte Entlastung. Die Grundregeln der Kapitalertragsteuer in Deutschland bleiben trotzdem relevant: Währungen, Ausübungen, Stillhalterprämien und mehrere Broker erhöhen den Dokumentationsaufwand.

Fazit: Welcher Optionen-Broker passt zu dir?

Den einen besten Optionen-Broker gibt es nicht – die richtige Wahl hängt davon ab, welche Produkte du handeln möchtest und welches Erfahrungsniveau du mitbringst. IG ist die führende Adresse für OTC-gehandelte Vanilla Options und Barrier Options, mit BaFin-Lizenz und einer speziell für den Optionshandel entwickelten Web-Plattform. Wer auf einfache Bedienung Wert legt und Optionen auf Indizes, Forex oder Rohstoffe handeln möchte, findet hier ein passendes Setup.

Für den Handel mit börsengehandelten Optionen an Eurex, CBOE und anderen großen Optionsbörsen sind LYNX und CapTrader die naheliegenden Optionen für deutsche Trader. Beide nutzen die professionelle Trader Workstation und bieten deutschsprachigen Support – CapTrader mit klarem Fokus auf den Optionshandel, LYNX mit etwas größerer Reichweite. Interactive Brokers bleibt die Wahl für sehr erfahrene Trader, die maximale Marktbreite und niedrigste Gebühren suchen, aber auch mit englischsprachigem Support und einer komplexen Plattform zurechtkommen müssen.

Egal für welchen Broker du dich entscheidest: Optionen sind komplexe Finanzinstrumente, die ein tiefes Verständnis der Marktmechanik erfordern. Nutze ein Demokonto, lies dich gründlich in die Funktionsweise von Calls, Puts, Strike-Preisen und Volatilität ein, und beginne mit kleinen Positionsgrößen.

FAQ

Haftungsausschluss:

Anlegen birgt Verlustrisiken. Dies ist keine Anlageberatung. Die Performance aus der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Optionen und CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 71% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.