Broker-Vergleiche

Ein Kinderdepot (Juniordepot) ist für viele Familien die sauberste Lösung, um Geld langfristig fürs Kind anzulegen: Das Depot läuft auf den Namen des Kindes, du verwaltest es bis zur Volljährigkeit – und dein Kind profitiert später von einem echten finanziellen Startpolster.
Trade Republic Kinderdepot ist die pragmatischste Empfehlung für die meisten Familien, weil das Sparplan-Setup extrem günstig und simpel ist. Laut Finanzfluss sind aktuell 2.772 ETF-Sparpläne verfügbar und dauerhaft kostenlos besparbar, die Mindestsparrate liegt bei 1 € und die Depotführung ist kostenlos.
Dazu kommt: Trade Republic besitzt 2 % p.a. Zinsen auf Cash. Für Eltern ist das vor allem dann relevant, wenn erst gesammelt wird (z. B. regelmäßige Überweisungen) und nicht jeder Euro sofort investiert werden soll.
Scalable Kinderdepot ist die Empfehlung, wenn du „ETF-Sparen mit sehr breiter Abdeckung“ willst und gleichzeitig Wert auf Extras legst. Scalable nennt gebührenfreie Sparpläne ab 1 € auf alle ETFs und 3.000 Aktien. Auf Guthaben gibt es derzeit ebenfalls 2 % p.a. Zinsen, variabel; in FREE bis 100.000 € und in PRIME+ unbegrenzt.
Der Unterschied zu vielen anderen Anbietern ist das „Taschengeld“-Konzept: Im Broker werden bei 200 ETFs die laufenden ETF-Gebühren (TER) erstattet. Praktisch wichtig ist aber auch: Scalable verlangt, dass alle Sorgeberechtigten ein eigenes Scalable-Konto haben, bevor das Kinderdepot erstellt werden kann.
ING Direkt-Depot Junior ist die saubere Bank-Alternative für alle, die lieber bei einer etablierten Direktbank starten. Die ING wirbt mit kostenloser Depotführung, Wertpapier-Sparplänen ab 1 € und über 2.000 sparplanfähigen ETFs, Fonds und Aktien.
Bei den Kosten ist die Logik klar: ETF-Sparpläne ohne Sparplan-Gebühr, während Aktiensparpläne 1,5 % kosten und Einmalorders 4,90 € plus 0,25 % betragen. Dazu kommt ein Extra-Konto Junior mit einem zeitlich begrenzten Aktionszins, aktuell 2,75 % p.a. für 4 Monate (Stand Januar 2026).
| Anbieter | Depotführung | ETF-Sparplan | Mindestsparrate | Auswahl | Zinsen auf Guthaben | ||||||
| Trade Republic Kinderdepot | 0€ | 0€ | 1€ | über 2.772 ETF-Sparpläne und über 3.000 Aktienpläne | 2% p.a. | ||||||
| Scalable Kinderdepot | 0€ | 0€ | 1€ | über 2.800 ETF-Sparpläne und über 3.000 Aktienpläne | 2% p.a. | ||||||
| ING Direkt-Depot Junior | 0€ | 0€ | 1€ | Über 1.100 ETFs | 2,75% p.a. für 4 Monate | ||||||
| Traders Place Kinderdepot | 0€ | 0€ | 1€ | über 2.000 ETF-Sparpläne und 1.300 Aktienpläne | keine | ||||||
| Consorbank Junior-Depot | 0€ | 0€ | ab 10€ | Über 1.900 ETFs | 3,10% für 3 Monate |
| Anbieter | Depotführung | ETF-Sparplan | Mindestsparrate | Auswahl | Zinsen auf Guthaben | ||||||
| Trade Republic Kinderdepot | 0€ | 0€ | 1€ | über 2.772 ETF-Sparpläne und über 3.000 Aktienpläne | 2% p.a. | ||||||
| Scalable Kinderdepot | 0€ | 0€ | 1€ | über 2.800 ETF-Sparpläne und über 3.000 Aktienpläne | 2% p.a. | ||||||
| ING Direkt-Depot Junior | 0€ | 0€ | 1€ | Über 1.100 ETFs | 2,75% p.a. für 4 Monate | ||||||
| Traders Place Kinderdepot | 0€ | 0€ | 1€ | über 2.000 ETF-Sparpläne und 1.300 Aktienpläne | keine | ||||||
| Consorbank Junior-Depot | 0€ | 0€ | ab 10€ | Über 1.900 ETFs | 3,10% für 3 Monate |
Ein Juniordepot ist in Deutschland nicht einfach „ein Depot für Kinder“, sondern ein ziemlich effizientes Setup aus Steuervorteilen, Zinseszins, Lernwirkung und rechtlicher Klarheit. Oder anders: Der einzige Schneeball, den man hier guten Gewissens wachsen lassen sollte, ist der Zinseszins.
Viele lassen hier Geld liegen, weil sie „Steuern“ als kompliziert abstempeln. In der Praxis sind es zwei Stellschrauben, die du sauber trennen solltest.
Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1.000 € pro Person und Jahr – auch für Minderjährige. Wenn du für das Kinderdepot einen Freistellungsauftrag auf den Namen des Kindes stellst, können Kapitalerträge bis zu dieser Grenze ohne Steuerabzug ausgezahlt werden.
Wenn die Kapitalerträge später deutlich höher werden, kommt als zweite Stellschraube die NV-Bescheinigung ins Spiel: Wer vermeiden möchte, dass überhaupt Abgeltungsteuer einbehalten wird, kann der Bank eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung (NV) vom Finanzamt vorlegen.
Und die zentrale 2026er-Grenze dafür ist der Grundfreibetrag von 12.348 € (für Einzelpersonen), was unter Bedingungen 13.348€ macht.
Beim Kinderdepot kaufst du dir vor allem eines: Jahre. Und Jahre sind beim Vermögensaufbau stärker als jeder „Trick“. Damit das nicht nach Theorie klingt, arbeitet dieser Abschnitt bewusst mit Modellrechnungen.

Die 259 € monatlich in der Grafik sind das Kindergeld ab Januar 2026. Wenn du diesen Betrag konsequent investierst, zahlst du über 18 Jahre insgesamt 55.944€ ein – und genau hier wird sichtbar, warum Zeit im Juniordepot der eigentliche Hebel ist.
In der Grafik siehst du drei Varianten, die keine „Vorhersage“ sind, sondern eine realistische Spannweite: Bei der unteren Variante (5,00 % p. a.) wächst das Depot auf 91.356,50 €. Das bedeutet: Rund 35.412,50 € kommen nicht aus Einzahlungen, sondern aus Wertzuwachs. In der mittleren Variante (7,00 % p. a.) landest du bei 113.022,78€ – also 57.078,78€ Zuwachs zusätzlich zu deinen Einzahlungen. Und in der oberen Variante (9,00 % p. a.) zeigt die Grafik 141.240,37 € – das sind 85.296,37 € Marktgeld obendrauf. Zwischen 5 % und 9 % liegen damit fast 50.000 € Unterschied, obwohl du exakt dieselbe Summe eingezahlt hast.
Warum ist 7 % als „Basiswert“ überhaupt plausibel? Weil Aktienmärkte langfristig historisch grob in dieser Größenordnung lagen – je nach Betrachtung nach Inflation eher um 6,5–7,0 % p. a., vor Inflation entsprechend höher. Für den US-Markt (S&P 500, inkl. Dividenden) wird über sehr lange Zeiträume häufig eine durchschnittliche Größenordnung um 10 % p. a. nominal ausgewiesen – das ist keine Garantie, aber ein guter Realitätscheck, warum Renditeannahmen nicht „aus der Luft“ kommen.
Finanzbildung funktioniert bei Kindern selten über Vorträge, sondern über Wiederholung und Sichtbarkeit. Ein Sparplan, der jeden Monat automatisch investiert, macht aus „Geld ist weg“ ein „Geld arbeitet“. Wenn du ab einem bestimmten Alter einmal im Quartal gemeinsam ins Depot schaust, entsteht ein realer Bezug zu Rendite, Risiko und Geduld – ohne dass es nach Schulbuch klingt.
Der wichtigste Unterschied zu „Ich spare einfach auf meinem Konto“: Beim Juniordepot ist das Vermögen dem Kind zugeordnet. Das schafft Transparenz und schützt den Zweck. Gleichzeitig musst du es klar benennen: Mit 18 geht die Verfügung grundsätzlich auf das Kind über. Genau deshalb ist ein Juniordepot perfekt, wenn du wirklich Vermögen fürs Kind aufbauen willst – und weniger perfekt, wenn du maximale Kontrolle bis weit über die Volljährigkeit hinaus behalten möchtest.
Viele Eltern optimieren stundenlang den ETF – und verlieren dann Rendite durch eine fixe Sparplangebühr, ohne es zu merken. Ein Beispiel zeigt, warum das so wichtig ist: Beim DKB Juniordepot kostet eine Sparplan-Ausführung 1,50 €.
| Monatliche Rate | Effektive Kostenquote | ||
| 25€ | 6,0% | ||
| 50€ | 3,0% | ||
| 100€ | 1,5% | ||
| 200€ | 0,75% |
| Monatliche Rate | Effektive Kostenquote |
| 25€ | 6,0% |
| 50€ | 3,0% |
| 100€ | 1,5% |
| 200€ | 0,75% |
Fixkosten sind bei kleinen Beträgen brutal. Genau deshalb dominieren Anbieter mit 0 € Sparplan-Ausführung in vielen Vergleichen – bei typischen Familienraten ist das schlicht rational.
Viele Familien wollen erst einmal testen, was langfristig im Budget wirklich funktioniert. Eine niedrige Mindestsparrate gibt dir diese Flexibilität. Wenn du erst mit 25 € starten musst, ist das für einige ok, für andere die Hürde, die am Ende dazu führt, dass es gar nicht passiert. Deshalb ist „ab 1 €“ kein Gimmick, sondern ein psychologischer Vorteil: du startest sofort und passt später an.
Für 90 Prozent der Kinderdepots reicht ein breiter Welt-ETF als Basis. Entscheidend ist also weniger, ob ein Anbieter 1.700 oder 2.700 ETF-Sparpläne hat, sondern ob du deinen gewünschten Welt-ETF problemlos besparen kannst, ob die Ausführung zuverlässig ist und ob du später ohne Anbieterwechsel erweitern kannst. Breite Auswahl ist ein Plus, aber kein Ersatz für gute Sparplan-Konditionen.
Der häufigste Abbruchpunkt ist nicht die Rendite, sondern Bürokratie: fehlende Steuer-ID, Geburtsurkunde nicht griffbereit, zweiter Sorgeberechtigter nicht eingebunden. Anbieter unterscheiden sich hier spürbar. Manche Prozesse sind komplett digital, andere hängen stärker an Bank-Strukturen und Voraussetzungen.
Und ja: Dass beide Sorgeberechtigten zustimmen müssen, ist keine Schikane, sondern rechtlich üblich.
Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1.000 € pro Jahr, und für 2026 liegt der Grundfreibetrag bei 12.348 €. Das heißt nicht, dass automatisch alles steuerfrei ist – aber es heißt, dass du mit Freistellungsauftrag und bei Bedarf NV-Bescheinigung unnötige automatische Steuerabzüge häufig vermeiden kannst.
Wenn du das nicht einrichtest, macht die Bank „Dienst nach Vorschrift“ und behält schneller Steuern ein, als dir lieb ist.
Cash ist über die gesetzliche Einlagensicherung grundsätzlich bis 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt. ETFs sind Sondervermögen und liegen getrennt vom Vermögen der Depotbank. Kursrisiko bleibt natürlich Kursrisiko, aber das ist Marktrisiko, kein Broker-Risiko.
In der Praxis läuft es am schnellsten, wenn du vor dem Start drei Dinge bereitlegst: die Ausweise der Eltern, die Steuer-ID des Kindes und die Geburtsurkunde als Nachweis. Dann startest du den Antrag beim Anbieter, legst das Kind als Depotinhaber an und gehst durch die Identifizierung der Sorgeberechtigten. Bei gemeinsamem Sorgerecht müssen in der Regel beide Elternteile zustimmen; bei alleinigem Sorgerecht reicht meist eine Person, dann wird der Nachweis dafür abgefragt.
Sobald das Depot aktiv ist, kommt der Teil, den viele vergessen und der später unnötig Steuern kostet: Du richtest den Freistellungsauftrag auf den Namen des Kindes ein, damit Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag nicht automatisch besteuert werden. Wenn das Depot später größer ist und die Erträge über den Pauschbetrag hinausgehen, kann zusätzlich eine NV-Bescheinigung sinnvoll sein, solange die gesamten Einkünfte des Kindes niedrig bleiben.
Zum Schluss setzt du den Sparplan und machst ihn „idiotensicher“: fester Ausführungstermin, feste Rate, und ein Dauerauftrag oder eine wiederkehrende Einzahlung aufs Verrechnungskonto, damit der Sparplan nicht wegen fehlender Deckung aussetzt.
Tipp: Nutzen Sie auch Geldgeschenke von Verwandten und Freunden, um das Kinderdepot aufzubauen. Viele Anbieter ermöglichen es, dass Großeltern und Paten direkt auf das Verrechnungskonto einzahlen können.
Für eine fundierte Entscheidung empfehlen wir Ihnen auch unseren detaillierten Online-Broker-Vergleich 2026, um aus den zahlreichen verfügbaren Brokern die beste Option für Ihre Investitionsstrategie zu wählen.
Disclaimer: Konditionen können sich ändern. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss die aktuellen Bedingungen beim jeweiligen Anbieter. Wertpapieranlagen sind mit Risiken verbunden und können zu Verlusten führen.