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Argan-Aktie springt: Rechenzentren stützen Rekord-Backlog

Argan meldete für das vierte Quartal 2026 einen Umsatz von 262,1 Mio. US-Dollar und ein verwässertes EPS von 3,47 US-Dollar. Der konsolidierte Auftragsbestand lag zum 31. Januar 2026 bei 2,9 Mrd. US-Dollar, davon 2,7 Mrd. im Power-Segment.
Rechenzentrum als Treiber steigender Stromnachfrage in den USA

Die Argan-Aktie steht nach den jüngsten Quartalszahlen im Fokus. Der US-EPC-Spezialist meldete nicht nur starke Ergebnisse, sondern verweist zugleich auf einen strukturellen Treiber, den der Markt aktuell neu bewertet: steigende Stromnachfrage durch Rechenzentren, alternde Kraftwerke und neue Industrieprojekte.

Argan liefert damit mehr als einen klassischen Earnings-Beat. Das Unternehmen sitzt auf einem Rekord-Auftragsbestand von 2,9 Milliarden US-Dollar, hat 2,5 Milliarden US-Dollar an neuen Aufträgen im Geschäftsjahr eingesammelt und bleibt mit 895 Millionen US-Dollar an Cash und Investments schuldenfrei.

KennzahlWert
Q4-Umsatz262,1 Mio. USD
Q4-EPS3,47 USD
Auftragsbestand2,9 Mrd. USD
Cash + Investments895 Mio. USD
Schulden0 USD
Power-Backlog2,7 Mrd. USD

Argan meldet Rekordzahlen und einen Backlog von 2,9 Milliarden Dollar

Argan hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 262,1 Millionen US-Dollar erzielt, nach 232,5 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Der Bruttogewinn stieg auf 65,6 Millionen US-Dollar, die Bruttomarge auf 25,0 Prozent. Beim Nettoergebnis meldete das Unternehmen 49,2 Millionen US-Dollar beziehungsweise 3,47 US-Dollar je verwässerter Aktie.

Noch wichtiger für den Markt ist der Blick nach vorn. Der konsolidierte Auftragsbestand lag Ende Januar bei mehr als 2,9 Milliarden US-Dollar, nach rund 1,4 Milliarden ein Jahr zuvor. Allein im laufenden Geschäftsjahr kamen 2,5 Milliarden US-Dollar an neuen Vertragswerten hinzu.

Warum Rechenzentren für Argan jetzt wichtiger werden

Der eigentliche Hebel liegt nicht nur im Quartal. Die US-Energiebehörde EIA erwartet, dass der Stromverbrauch in den USA 2026 um 1 Prozent und 2027 um 3 Prozent steigt. Das wäre die stärkste vierjährige Wachstumsphase der US-Stromnachfrage seit 2000. Als zentralen Treiber nennt die EIA große Rechenzentren.

Argan greift diesen Trend in der eigenen Investorenpräsentation offen auf. Dort verweist das Unternehmen darauf, dass die US-Rechenzentrumsleistung bis 2030 auf 134,4 Gigawatt steigen könnte. Parallel zeigt ein Berkeley-Lab-Bericht, dass der Stromverbrauch von Rechenzentren in den USA von 176 TWh im Jahr 2023 auf 325 bis 580 TWh bis 2028 steigen könnte.

Genau das macht Argan plötzlich für mehr Investoren interessant: Das Unternehmen verkauft keine KI-Software und keine Chips, sondern baut die physische Strom- und Projektinfrastruktur, die hinter dem KI-Boom gebraucht wird.

Der Projektbestand bleibt power-lastig – mit Gas, Solar und Data Center

Der Backlog ist klar auf Stromprojekte ausgerichtet. Laut Investorenpräsentation entfallen 77 Prozent des Bestands auf Natural Gas, 14 Prozent auf Renewables und 9 Prozent auf Industrial. Das Power-Segment allein steht für 2,7 Milliarden US-Dollar des gesamten Projektbestands.

In der Projektliste stechen mehrere große Anlagen hervor: das CPV Basin Ranch Energy Center in Texas mit 1.350 MW, die Sandow Lakes Power Station mit 1.200 MW, ein weiteres 860-MW-Thermalprojekt in Texas, ein Combined-Cycle-Projekt mit rund 700 MW in den USA und ein 405-MW-Solarprojekt in Illinois. Dazu kommt ein Data-Center-Projekt über 125 Millionen US-Dollar für thermische Ausdehnungssysteme und Energiespeichertanks.

Was die Argan-Zahlen jetzt für Anleger bedeuten

Die wichtigere Botschaft dieser Zahlen ist nicht nur das starke Quartal. Entscheidend ist, dass Argan an einer Stelle sitzt, an der steigende Stromnachfrage, Rechenzentren, neue Kraftwerksprojekte und der Ersatz alter Infrastruktur zusammenlaufen.

Ob die Rally weitergeht, hängt nun vor allem daran, ob Argan den Rekord-Backlog sauber in Umsatz, Margen und neue Großaufträge übersetzen kann.