Capital.com Steuern 2026: So versteuern Sie CFD-Gewinne in Deutschland

Inhalt
Wer bei Capital.com handelt, sollte die Steuerfrage vor dem ersten Trade klären, denn der Broker nimmt sie einem nicht ab. Gewinne aus CFDs zählen in Deutschland zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und der Abgeltungsteuer von 25 %, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Capital.com ist über die zyprische CySEC reguliert und behält — anders als ein deutscher Broker — keine Kapitalertragsteuer automatisch ein. Die Folge: Anleger sind selbst verpflichtet, ihre Gewinne in der Steuererklärung anzugeben. Wie das Gesamtprofil des Brokers aussieht, ordnen die Capital.com Erfahrungen mit Regulierung und Sicherheit ein; hier geht es ausschließlich um die Besteuerung.
| 🧾 Steuerart | Abgeltungsteuer auf Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG) | ||
| 📊 Steuersatz | 25 % + 5,5 % Soli = 26,375 % (zzgl. Kirchensteuer) | ||
| 🏦 Automatischer Einbehalt | Nein — CySEC-Broker, kein inländischer Steuerabzug | ||
| 📋 Wo angeben | Anlage KAP der Einkommensteuererklärung | ||
| 💶 Sparer-Pauschbetrag | 1.000 € (Einzelne) / 2.000 € (Zusammenveranlagung) | ||
| 📉 Verlustverrechnung | 20.000-€-Grenze für Termingeschäfte seit JStG 2024 abgeschafft | ||
| ✅ Steuereinfach? | Nein — ausländischer Broker ohne deutschen Steuerabzug |
| 🧾 Steuerart | Abgeltungsteuer auf Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG) |
|---|---|
| 📊 Steuersatz | 25 % + 5,5 % Soli = 26,375 % (zzgl. Kirchensteuer) |
| 🏦 Automatischer Einbehalt | Nein — CySEC-Broker, kein inländischer Steuerabzug |
| 📋 Wo angeben | Anlage KAP der Einkommensteuererklärung |
| 💶 Sparer-Pauschbetrag | 1.000 € (Einzelne) / 2.000 € (Zusammenveranlagung) |
| 📉 Verlustverrechnung | 20.000-€-Grenze für Termingeschäfte seit JStG 2024 abgeschafft |
| ✅ Steuereinfach? | Nein — ausländischer Broker ohne deutschen Steuerabzug |
Wie CFD-Gewinne bei Capital.com besteuert werden
Gewinne aus Differenzkontrakten gelten steuerlich als Termingeschäfte und damit als Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 Einkommensteuergesetz. Darauf fallen pauschal 25 % Abgeltungsteuer an, erhöht um den Solidaritätszuschlag von 5,5 % — zusammen 26,375 %. Wer kirchensteuerpflichtig ist, zahlt je nach Bundesland weitere 8 oder 9 % auf die Abgeltungsteuer. Anders als beim langfristigen Aktien- oder Krypto-Sparen gibt es bei CFDs keine Haltefrist, nach der Gewinne steuerfrei würden: Jeder realisierte Gewinn ist im Jahr der Realisierung steuerpflichtig. Bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person bleiben Kapitalerträge steuerfrei — bei einem deutschen Broker über den Freistellungsauftrag, bei Capital.com durch Verrechnung in der Steuererklärung.
Warum Capital.com keine Steuern einbehält

Capital.com wird über die Capital Com SV Investments Limited mit Sitz in Zypern betrieben und ist dort durch die CySEC reguliert. Ein zyprischer Broker führt keine deutsche Kapitalertragsteuer ab — das übernimmt nur eine inländische auszahlende Stelle. Capital.com ist deshalb kein steuereinfacher Broker, und genau hier liegt der praktische Unterschied: Während ein deutscher Anbieter die Steuer automatisch ans Finanzamt überweist, müssen Anleger bei Capital.com ihre Gewinne eigenständig ermitteln, deklarieren und die fällige Steuer abführen. Das bringt einen Liquiditätsvorteil — das Geld bleibt unterjährig im Depot und wird erst mit der Jahressteuererklärung fällig —, verlagert aber die volle Verantwortung auf den Anleger. Dieselbe Konstellation gilt für andere im Ausland regulierte Anbieter, wie der Vergleich mit den steuerlichen Pflichten bei Pepperstone als ausländischem CFD-Broker zeigt.
Verlustverrechnung — was sich 2026 geändert hat
Lange galt für Termingeschäfte eine umstrittene Sonderregel: Verluste aus CFDs, Optionen und Futures durften nur bis 20.000 € pro Jahr und nur mit Gewinnen aus gleichartigen Termingeschäften verrechnet werden. Diese Beschränkung wurde mit dem Jahressteuergesetz 2024 ersatzlos gestrichen, nachdem der Bundesfinanzhof im Juni 2024 erhebliche verfassungsrechtliche Zweifel geäußert hatte. Die Aufhebung gilt rückwirkend für 2024 und für alle noch offenen Fälle — bestehende Verlustvorträge aus Termingeschäften lassen sich seither in voller Höhe mit allen Einkünften aus Kapitalvermögen verrechnen. Für Anleger bei Capital.com bedeutet das: Verluste aus CFD-Trades mindern die steuerpflichtigen Gewinne ohne die frühere Deckelung. Die verpflichtende Umsetzung im laufenden Steuerabzug der Banken greift zwar erst seit dem 1. Januar 2026, doch da Capital.com ohnehin keinen Abzug vornimmt, erfolgt die Verrechnung für seine Kunden direkt über die Anlage KAP.
Capital.com-Gewinne in der Steuererklärung angeben
Die Gewinne und Verluste eines Steuerjahres werden in der Anlage KAP der Einkommensteuererklärung erfasst, und zwar in den Feldern für Kapitalerträge ohne inländischen Steuerabzug. Als Grundlage dient die Jahresübersicht beziehungsweise der Kontoauszug von Capital.com, der alle realisierten Trades dokumentiert.

Wichtig ist die Umrechnung von Erträgen, die in Fremdwährung wie US-Dollar angefallen sind: Sie müssen zum jeweiligen Tageskurs in Euro umgerechnet werden. Wer unsicher ist, ob alle Positionen korrekt erfasst sind, sollte die Capital.com-Reports vollständig exportieren und im Zweifel steuerlichen Rat einholen — Capital.com nimmt keinen inländischen Steuerabzug vor und stellt keine deutsche Jahressteuerbescheinigung aus, die Verantwortung für die Vollständigkeit liegt allein beim Anleger.
Fazit
Steuerlich ist Capital.com kein bequemer Broker, aber auch kein Sonderfall: CFD-Gewinne unterliegen der normalen Abgeltungsteuer, der einzige relevante Unterschied zu einem deutschen Anbieter ist der fehlende automatische Steuerabzug. Wer bereit ist, einmal im Jahr die Anlage KAP sauber auszufüllen, gewinnt sogar einen Liquiditätsvorteil. Die Abschaffung der 20.000-€-Verlustgrenze hat die größte Härte für aktive CFD-Trader beseitigt.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob die Besteuerung kompliziert ist, sondern ob man die Disziplin mitbringt, Trades und Fremdwährungskurse das ganze Jahr über sauber zu dokumentieren — denn beim ausländischen Broker prüft das niemand außer einem selbst.