Broker ohne Gebühren 2026: Die besten kostenlosen Broker im Vergleich

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„Broker ohne Gebühren“ ist einer der meistgesuchten Begriffe unter deutschen Anlegern — und einer der missverständlichsten. Denn provisionsfrei heißt nicht kostenlos: Fast jeder Anbieter, der auf die klassische Ordergebühr verzichtet, verdient an anderer Stelle, etwa am Spread, an der Währungsumrechnung oder an Zusatzprodukten. Dieser Vergleich stellt das gesamte Feld gegenüber — von den Nulltarif-Spezialisten Trading 212 und Scalable Capital über Neobroker wie Trade Republic bis zu CFD-Anbietern — und zeigt, wo die 0 € wirklich gelten und wo die eigentliche Kostenstelle liegt. Eine breitere Marktsicht auf Depotmodelle und Ordergebühren bietet ergänzend der Online-Broker-Vergleich mit Depotkosten und Ordermodellen.
Broker ohne Gebühren 2026: der Marktüberblick
Broker | 0 € gilt für … | Was trotzdem kostet & Steuer |
|---|---|---|
Echte Aktien & ETFs bis 100.000 €/Monat | 0,2 % über Limit (min. 10 €); FX 0,5 %; Selbstdeklaration | |
ETF-Sparpläne 0 €; echte Wertpapiere | 1 € Fremdkostenpauschale/Order; autom. Steuerabzug | |
Alle CFDs ohne Kommission (Spread) | FX ~0,7 %; Übernacht-Finanzierung; Selbstdeklaration | |
ETF-Sparpläne 0 €; Free Broker | 0,99 €/Order (ohne Flat); autom. Steuerabzug | |
Echte Aktien & ETFs, 0 % Provision | FX 0,15 %; autom. Steuerabzug seit 2026 | |
gettex ab 500 €; ETF-Sparpläne 0 € | 1 € unter 500 €; XETRA 4 €; autom. Steuerabzug | |
Aktien/ETFs/Fonds ab 500 € | 1 € Mindermengenzuschlag unter 500 €; autom. Steuerabzug |
Was bedeutet „Broker ohne Gebühren“ wirklich?
Ein gebührenfreier Broker verzichtet auf die klassische Ordergebühr — die Kosten verschwinden dadurch aber nicht, sie verlagern sich. Vier Stellen sind entscheidend. Erstens der Spread, die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs: Bei echten Aktien ist er börsenüblich und transparent, bei CFD-Brokern ist er das eigentliche Geschäftsmodell. Zweitens die Währungsumrechnung bei Fremdwährungstiteln — bei US-Aktien ein oft unterschätzter Posten, der zwischen 0,15 % und 0,7 % je Anbieter schwankt. Drittens die Übernacht-Finanzierung bei gehebelten Positionen. Und viertens der Ausgabeaufschlag bei aktiv gemanagten Fonds, den gebührenfreie Broker meist erlassen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht „Wer ist gratis?“, sondern „Wo verlagert sich die Kostenstelle — und passt das zu meinem Handelsstil?“. Wer einmal im Monat einen ETF-Sparplan bespart, achtet auf andere Posten als jemand, der täglich US-Aktien oder CFDs handelt. Genau nach diesen Profilen ist der Vergleich aufgebaut.
Die besten kostenlosen Broker im Detail
Vier Anbieter setzen das „0 €“-Versprechen für unterschiedliche Profile besonders konsequent um. XTB steht für echte Aktien ohne Kommission, Trade Republic für den steuereinfachen Neobroker, Smartbroker+ für das breite deutsche Depot und Capital.com für den provisionsfreien CFD-Handel.
XTB — 0 % Kommission auf echte Aktien und ETFs

XTB ist der Favorit, bei dem „ohne Gebühren“ echte Wertpapiere meint: Aktien und ETFs handelt man bis zu einem Volumen von 100.000 € pro Monat zu 0 % Kommission, schon ab 1 € Ordergröße. Erst darüber fallen 0,2 % an (mindestens 10 €). XTB ist eine in Deutschland BaFin-beaufsichtigte Zweigniederlassung mit Hauptlizenz der polnischen KNF, seit 2016 an der Warschauer Börse notiert; die hauseigene Plattform xStation gilt als eine der stärksten im Markt, und eine Inaktivitätsgebühr gibt es nicht.
Stark ist XTB für aktive Anleger, die echte Aktien und ETFs ohne Depot- und Ordergebühr im Rahmen des Freibetrags handeln wollen, mit einer professionellen Analyseplattform im Rücken. Schwächer sind die Währungsumrechnung von 0,5 % bei Fremdwährungstiteln und die Tatsache, dass XTB für deutsche Anleger nicht steuereinfach ist — Gewinne sind über die Anlage KAP selbst zu erklären. Die xStation-5-Erfahrungen mit Funktionen und Bedienung zeigen die Plattform im Praxistest.
Trade Republic — provisionsfreie ETF-Sparpläne mit automatischem Steuerabzug

Trade Republic ist die Wahl für alle, die echte Aktien und ETFs möglichst günstig und ohne Steueraufwand handeln wollen. ETF-Sparpläne führt der Neobroker zu 0 € aus, Einzelorders kosten pauschal 1 € Fremdkostenpauschale — unabhängig vom Volumen. Trade Republic ist eine deutsche Vollbank unter BaFin- und Bundesbank-Aufsicht; das Cash-Guthaben ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt und wird mit 2,25 % p.a. verzinst. Anders als XTB oder Capital.com behält Trade Republic die Abgeltungsteuer als deutsche Vollbank automatisch ein — der Steuerabzug ist damit erledigt.
Stark ist Trade Republic für Sparplan-Anleger und Buy-and-hold: 0 € Ausführung, echte Wertpapiere, automatischer Steuerabzug und verzinstes Guthaben in einer App. Schwächer sind die Fremdkostenpauschale von 1 € bei sehr kleinen Einzelkäufen und die Beschränkung auf wenige Handelsplätze. Die vollständige Kosten- und Zinsstruktur ordnen die Trade Republic Erfahrungen mit Kosten, Zinsen und Sparplänen ein.
Smartbroker+ — das breite deutsche Depot mit gettex zu 0 €

Smartbroker+ verbindet ein großes Produktuniversum mit niedrigen Kosten: Über den Handelsplatz gettex handelt man Aktien und ETFs ab 500 € Ordervolumen zu 0 € (darunter 1 €), ETF-Sparpläne laufen ohne Ausführungsgebühr, und über 18.000 Fonds gibt es ohne Ausgabeaufschlag. Als deutscher Anbieter mit der Baader Bank als Depotstelle ist Smartbroker+ steuereinfach — die Abgeltungsteuer wird automatisch abgeführt und der Freistellungsauftrag lässt sich hinterlegen. Ein separates Zinskonto verzinst das Guthaben aktuell mit 1,75 % p.a.
Stark ist Smartbroker+ für kostenbewusste Anleger, die ein breites Depot mit deutschem Steuerkomfort suchen und viel über gettex kaufen. Schwächer sind die 4 € an klassischen Börsenplätzen wie XETRA und die etwas jüngere App. Die Smartbroker+ Konditionen und Depotstruktur zeigen das Gesamtbild.
Capital.com — provisionsfrei in alle CFD-Märkte einsteigen

Capital.com richtet sich an aktive Trader, die provisionsfrei in CFDs auf über 5.500 Märkte, mehr als 140 Forex-Paare, Indizes, Rohstoffe und Krypto einsteigen wollen. Eine Ordergebühr gibt es nicht; verdient wird über den Spread, dazu kommt eine Währungsumrechnung von rund 0,7 %. Mit einer Mindesteinzahlung von 20 €, TradingView-Integration und KI-gestützten Lernfunktionen ist die Einstiegshürde niedrig. Reguliert ist Capital.com über die zyprische CySEC; die Anlegerentschädigung greift bis 20.000 €. Capital.com ist damit einer von mehreren spezialisierten CFD-Brokern mit engen Spreads und ESMA-Hebelgrenzen, die sich an aktive Trader richten.
Stark ist Capital.com bei Bedienung, App und Lernumgebung. Schwächer sind die Regulierung außerhalb der BaFin und die niedrigere Entschädigungsgrenze; zudem ist Capital.com nicht steuereinfach. Die Capital.com Erfahrungen mit Gebühren und Sicherheit ordnen den Anbieter vollständig ein; die Hebelgrenzen für Privatanleger regelt die ESMA.
Welcher kostenlose Broker passt zu welchem Anlegertyp?
Für ETF-Sparer, die monatlich automatisiert investieren, zählt vor allem die Ausführungsgebühr des Sparplans. Trade Republic, Scalable Capital und Smartbroker+ führen ETF-Sparpläne zu 0 € aus — für die konkrete Anbieterwahl nach Intervallen und ETF-Auswahl hilft der ETF-Sparplan-Vergleich der Anbieter mit Ausführungsgebühren und Intervallen. Für deutschen Steuerkomfort ohne eigene Deklaration sind hier die steuereinfachen Anbieter im Vorteil.
Für Buy-and-hold-Aktienanleger, die einzelne Titel kaufen und lange halten, kommt es auf die Einzelorder-Kosten und die Währungsumrechnung an. Trading 212 (0 % Provision, 0,15 % FX) und XTB (0 % bis 100.000 €/Monat) sind hier besonders günstig; Trade Republic punktet mit der pauschalen 1-€-Order und dem automatischen Steuerabzug.
Für aktive Trader, die kurzfristig auf Kursbewegungen setzen, zählt die Spread-Qualität statt der Ordergebühr. Hier spielen CFD-Broker wie Capital.com ihre Stärke aus — mit dem klaren Hinweis, dass der Hebel das Verlustrisiko vervielfacht. Wer echte Aktien aktiv tradet, ist mit XTB und der xStation besser bedient.
Versteckte Kosten: worauf du bei „kostenlosen“ Brokern achten musst
Neben Spread und Währungsumrechnung lohnt der Blick auf vier weitere Posten. Der Depotübertrag zu einem anderen Broker ist in Deutschland grundsätzlich kostenlos, kann aber Wochen dauern. Negative Habenzinsen auf Cash-Guthaben sind 2026 kein Thema mehr, dafür lohnt der Vergleich der positiven Guthabenzinsen. Auszahlungsgebühren erheben seriöse Anbieter nicht, wohl aber teils Mindestbeträge. Und schließlich die Aktions- versus Daueranschläge: Ein „0 €“-Angebot, das nur in einem Aktionszeitraum oder ab einer Mindestordergröße gilt, ist kein dauerhaftes Nulltarif-Versprechen. Der Test lautet immer: Was kostet meine typische Order in zwölf Monaten — inklusive aller Nebenposten?
Steuern: steuereinfach oder Selbstdeklaration?
Auf Kapitalerträge fallen in Deutschland 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an. Der entscheidende Unterschied liegt darin, ob der Broker diese Steuer automatisch abführt. Die deutschen Anbieter Trade Republic, Smartbroker+ und Scalable Capital sowie Trading 212 und finanzen.net Zero sind steuereinfach: Sie behalten die Steuer automatisch ein, und der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung) nach § 20 EStG lässt sich per Freistellungsauftrag direkt hinterlegen.
Nicht steuereinfach sind dagegen XTB (ausländische Zweigniederlassung), Capital.com und eToro (beide CySEC): Hier müssen deutsche Anleger ihre Gewinne selbst über die Anlage KAP erklären und den Sparer-Pauschbetrag über die Steuererklärung geltend machen. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber ein realer Zeitaufwand, der bei regelmäßigen Erträgen ins Gewicht fällt — und den nur wenige Vergleiche offen benennen.
So bewerten wir kostenlose Broker
Unsere Einschätzung stützt sich auf vier Kriterien, gewichtet nach ihrer Alltagsrelevanz. Erstens die echten Handelskosten über ein realistisches Jahr — Ordergebühr, Spread, Währungsumrechnung und Sparplan-Ausführung zusammengerechnet, nicht nur die beworbene 0. Zweitens die Regulierung und Einlagensicherung: Ein Anbieter unter deutscher Vollbank- oder BaFin-Aufsicht bietet mehr Schutz als eine reine Auslandslizenz. Drittens der Steuerkomfort — steuereinfach oder Selbstdeklaration. Und viertens Plattform und Produktbreite, weil der günstigste Broker nichts nützt, wenn er die gewünschten Wertpapiere nicht führt. Aktions- und Lockangebote gewichten wir bewusst niedrig, weil sie selten das dauerhafte Kostenbild abbilden.
Fazit
„Kostenlos“ ist bei Brokern selten die ganze Wahrheit — aber es gibt echte Nulltarif-Optionen, wenn man das eigene Profil kennt. Für den steuereinfachen Vermögensaufbau mit ETF-Sparplänen sind Trade Republic, Scalable Capital und Smartbroker+ die konsequentesten Lösungen. Für den kostengünstigen Handel echter Aktien führen Trading 212 und XTB, und für den provisionsfreien CFD-Handel bleibt Capital.com die zugänglichste Wahl — mit dem nötigen Respekt vor dem Hebelrisiko.
Am Ende entscheidet nicht das Wort „gratis“, sondern die Summe aller Kosten über ein Jahr — gemessen an dem, was Sie wirklich handeln. Möchten Sie langfristig echte Wertpapiere besparen, einzelne Aktien günstig kaufen oder aktiv auf Kursbewegungen setzen?Welcher Broker ist wirklich komplett gebührenfrei?
Komplett ohne jede Kostenstelle ist kein Broker — aber für echte Aktien und ETFs handeln Trading 212 (0 % Provision, 0,15 % FX) und XTB (0 % bis 100.000 €/Monat) besonders günstig. Für 0 € ETF-Sparpläne sind Trade Republic, Scalable Capital und Smartbroker+ führend. Rest-Kosten entstehen über Spread, Währungsumrechnung und — je nach Anbieter — die Steuer-Selbstdeklaration.
Häufig gestellte Fragen zu Broker ohne Gebühren
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