Broker ohne Gebühren 2026: Die besten kostenlosen Broker im Vergleich

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„Broker ohne Gebühren“ ist einer der meistgesuchten Begriffe unter deutschen Anlegern — und einer der missverständlichsten. Denn provisionsfrei heißt nicht kostenlos: Fast jeder Anbieter, der auf die klassische Ordergebühr verzichtet, verdient an anderer Stelle, etwa am Spread, an der Währungsumrechnung oder an Zusatzprodukten. Dieser Vergleich stellt das Feld gegenüber und zeigt, wo die 0 € wirklich gelten und wo die eigentliche Kostenstelle liegt. Eine breitere Marktsicht auf Depotmodelle bietet ergänzend der Online-Broker-Vergleich mit Depotkosten und Ordermodellen.
Broker ohne Gebühren: der Marktüberblick
Broker | 0 € gilt für … | Was trotzdem kostet & Steuer |
|---|---|---|
Echte Aktien & ETFs bis 100.000 €/Monat | 0,2 % über Limit (min. 10 €); FX 0,5 %; Selbstdeklaration | |
ETF-Sparpläne 0 €; echte Wertpapiere | 1 € Fremdkostenpauschale/Order; autom. Steuerabzug | |
Echte Aktien & ETFs, 0 % Provision | FX 0,15 %; autom. Steuerabzug seit 01/2026 (über FXFlat) | |
ETF-Sparpläne 0 €; Free Broker | 0,99 €/Order (ohne Flat); autom. Steuerabzug | |
Smartbroker+ | gettex ab 500 €; ETF-Sparpläne 0 € | 1 € unter 500 €; XETRA 4 €; autom. Steuerabzug |
Aktien/ETFs/Fonds ab 500 € | 1 € Mindermengenzuschlag unter 500 €; autom. Steuerabzug |
Was bedeutet „Broker ohne Gebühren“ wirklich?
Ein gebührenfreier Broker verzichtet auf die klassische Ordergebühr — die Kosten verschwinden dadurch aber nicht, sie verlagern sich. Vier Stellen sind entscheidend. Erstens der Spread, die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs: Bei echten Aktien ist er börsenüblich und transparent, bei CFD-Brokern ist er das eigentliche Geschäftsmodell. Zweitens die Währungsumrechnung bei Fremdwährungstiteln — bei US-Aktien ein oft unterschätzter Posten, der je nach Anbieter zwischen 0,15 % und 0,7 % schwankt. Drittens die Übernacht-Finanzierung bei gehebelten Positionen. Und viertens der Ausgabeaufschlag bei aktiv gemanagten Fonds, den gebührenfreie Broker meist erlassen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht „Wer ist gratis?“, sondern „Wo verlagert sich die Kostenstelle — und passt das zu meinem Handelsstil?“. Wer einmal im Monat einen ETF-Sparplan bespart, achtet auf andere Posten als jemand, der täglich US-Aktien handelt. Genau nach diesen Profilen ist der Vergleich aufgebaut.
XTB — 0 % Kommission auf echte Aktien und ETFs

XTB ist der Anbieter, bei dem „ohne Gebühren“ echte Wertpapiere meint: Aktien und ETFs handelst du bis zu einem Volumen von 100.000 € pro Monat zu 0 % Kommission, schon ab 1 € Ordergröße. Erst darüber fallen 0,2 % an, mindestens 10 €. XTB betreibt in Deutschland eine BaFin-beaufsichtigte Zweigniederlassung, die Hauptlizenz liegt bei der polnischen KNF; seit 2016 ist das Unternehmen an der Warschauer Börse notiert. Die hauseigene Plattform xStation gilt als eine der stärksten im Markt, eine Inaktivitätsgebühr gibt es nicht.
Stark ist XTB für aktive Anleger, die echte Aktien und ETFs ohne Depot- und Ordergebühr handeln wollen, mit einer professionellen Analyseplattform im Rücken. Die beiden Schwachstellen solltest du allerdings kennen: die Währungsumrechnung von 0,5 % bei Fremdwährungstiteln und die Tatsache, dass XTB nicht steuereinfach ist — Gewinne erklärst du selbst über die Anlage KAP, ein Freistellungsauftrag greift nicht. Die xStation-5-Erfahrungen mit Funktionen und Bedienung zeigen die Plattform im Praxistest.
Die steuereinfachen Alternativen
Wer den Steueraufwand vermeiden will, findet ihn bei den deutschen Anbietern gelöst — auf Kosten von Plattformtiefe oder Handelsplatzauswahl.
Trade Republic führt ETF-Sparpläne zu 0 € aus, Einzelorders kosten pauschal 1 € Fremdkostenpauschale, unabhängig vom Volumen. Als deutsche Vollbank unter BaFin- und Bundesbank-Aufsicht behält der Anbieter die Abgeltungsteuer automatisch ein; Cash-Guthaben ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt und wird verzinst, wobei der Satz variabel ist. Der Preis dafür ist die Beschränkung auf wenige Handelsplätze — ein Preisvergleich zwischen Börsen entfällt. Die vollständige Kostenstruktur ordnen die Trade Republic Erfahrungen ein.
Trading 212 handelt echte Aktien und ETFs ohne Provision, mit der niedrigsten Währungsumrechnung im Feld (0,15 %) und Bruchstücken ab Kleinstbeträgen. Seit dem 5. Januar 2026 ist der Anbieter in Deutschland steuereinfach — allerdings nur für Konten über Trading 212 FXFlat, und die Vorabpauschale für 2025 musst du selbst erklären.
Scalable Capital, Smartbroker+ und finanzen.net Zero decken denselben Anwendungsfall ab: kostenlose ETF-Sparpläne, automatischer Steuerabzug, Einzelorders je nach Modell zwischen 0 € und 1 €. Die Unterschiede liegen weniger im Preis als in der Zahl der sparplanfähigen ETFs und der Handelsplätze — der ETF-Sparplan-Vergleich arbeitet das im Detail auf.
Ein Sonderfall: provisionsfreie CFD-Broker
Ein Teil der Anbieter, die mit „0 € Kommission“ werben, handelt keine echten Wertpapiere, sondern CFDs — gehebelte Kontrakte auf den Kurs. Das ist ein grundlegend anderes Produkt und gehört in diesem Vergleich sauber getrennt: Dort entsteht die Marge vollständig über den Spread und die Übernacht-Finanzierung, und der Hebel vervielfacht Gewinn wie Verlust.
Wer gezielt in diese Kategorie schaut, findet die Anbieter samt Spreads und den von der ESMA festgelegten Hebelgrenzen im CFD-Broker-Vergleich. Für den Vermögensaufbau mit Aktien und ETFs sind CFDs ausdrücklich nicht das passende Instrument.
CFDs sind komplexe Instrumente und bergen wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Ein hoher Anteil der Kleinanlegerkonten verliert beim CFD-Handel Geld. Prüfe, ob du die Funktionsweise verstehst und ob du dir das hohe Verlustrisiko leisten kannst.
Welcher kostenlose Broker passt zu welchem Anlegertyp?
Für ETF-Sparer, die monatlich automatisiert investieren, zählt vor allem die Ausführungsgebühr des Sparplans — und die liegt inzwischen bei fast allen Anbietern bei 0 €. Entschieden wird deshalb über die ETF-Auswahl und den Steuerkomfort: Die steuereinfachen deutschen Anbieter nehmen dir die Anlage KAP komplett ab. Details im ETF-Sparplan-Vergleich.
Für Buy-and-hold-Anleger, die einzelne Titel kaufen und lange halten, kommt es auf die Einzelorder-Kosten und die Währungsumrechnung an. Trading 212 (0 % Provision, 0,15 % FX) und XTB (0 % bis 100.000 €/Monat) sind hier am günstigsten; Trade Republic punktet mit der pauschalen 1-€-Order und dem automatischen Steuerabzug. Bei US-Titeln entscheidet die FX-Gebühr über Jahre mehr als die Ordergebühr.
Für aktive Anleger, die häufig kaufen und verkaufen, summiert sich jede Order. XTB ist hier die naheliegende Wahl, weil echte Aktien und ETFs bis 100.000 € Monatsumsatz ohne Kommission laufen und die xStation die nötigen Analysewerkzeuge mitbringt. Der Preis ist die Selbstdeklaration über die Anlage KAP — bei hoher Handelsfrequenz ein realer Aufwandsposten.
Versteckte Kosten: worauf du bei „kostenlosen“ Brokern achten musst
Neben Spread und Währungsumrechnung lohnt der Blick auf drei weitere Posten. Der Depotübertrag zu einem anderen Broker ist in Deutschland für dich kostenlos, kann aber Wochen dauern. Auszahlungsgebühren erheben seriöse Anbieter nicht, wohl aber teils Mindestbeträge. Und schließlich der Unterschied zwischen Aktions- und Dauerkonditionen: Ein „0 €“-Angebot, das nur in einem Aktionszeitraum oder ab einer Mindestordergröße gilt, ist kein dauerhaftes Nulltarif-Versprechen. Der Test lautet immer: Was kostet meine typische Order über zwölf Monate — inklusive aller Nebenposten?
Steuern: steuereinfach oder Selbstdeklaration?
Auf Kapitalerträge fallen in Deutschland 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an. Der entscheidende Unterschied liegt darin, ob der Broker diese Steuer automatisch abführt. Trade Republic, Smartbroker+, Scalable Capital, finanzen.net Zero und — seit Januar 2026 über FXFlat — Trading 212 sind steuereinfach: Sie behalten die Steuer ein, und der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung) nach § 20 EStG lässt sich per Freistellungsauftrag direkt hinterlegen.
Nicht steuereinfach ist dagegen XTB, ebenso die meisten CFD-Anbieter unter ausländischer Lizenz: Hier erklärst du deine Gewinne selbst über die Anlage KAP und machst den Sparer-Pauschbetrag über die Steuererklärung geltend. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber ein realer Zeitaufwand, der bei regelmäßigen Erträgen ins Gewicht fällt — und den nur wenige Vergleiche offen benennen.
So bewerten wir kostenlose Broker
Unsere Einschätzung stützt sich auf vier Kriterien, gewichtet nach ihrer Alltagsrelevanz. Erstens die echten Handelskosten über ein realistisches Jahr — Ordergebühr, Spread, Währungsumrechnung und Sparplan-Ausführung zusammengerechnet, nicht nur die beworbene Null. Zweitens Regulierung und Einlagensicherung: Ein Anbieter unter deutscher Vollbank- oder BaFin-Aufsicht bietet mehr Schutz als eine reine Auslandslizenz. Drittens der Steuerkomfort. Und viertens Plattform und Produktbreite, weil der günstigste Broker nichts nützt, wenn er die gewünschten Wertpapiere nicht führt. Aktions- und Lockangebote gewichten wir bewusst niedrig, weil sie selten das dauerhafte Kostenbild abbilden.
Fazit: Welcher Broker ist wirklich komplett gebührenfrei?
Komplett ohne jede Kostenstelle ist keiner. Aber für echte Aktien und ETFs handeln Trading 212 (0 % Provision, 0,15 % FX) und XTB (0 % bis 100.000 € pro Monat) besonders günstig, und für kostenlose ETF-Sparpläne sind Trade Republic, Scalable Capital und Smartbroker+ die konsequentesten Lösungen. Die Restkosten entstehen über Spread, Währungsumrechnung und — je nach Anbieter — den eigenen Steueraufwand.
Am Ende entscheidet nicht das Wort „gratis“, sondern die Summe aller Kosten über ein Jahr, gemessen an dem, was du wirklich handelst. Wer zwölfmal im Jahr einen Sparplan ausführen lässt, zahlt bei jedem Anbieter praktisch nichts und sollte nach Steuerkomfort wählen. Wer regelmäßig US-Einzelaktien kauft, spart über die Währungsumrechnung mehr als über jede Ordergebühr.
Häufig gestellte Fragen zu Broker ohne Gebühren
Haftungsausschluss:
Disclaimer: Trading ist riskant und Sie könnten einen Teil oder Ihr gesamtes investiertes Kapital verlieren. Alle veröffentlichten Informationen dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Form von Finanz-/Anlageberatung und/oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
Optionen und CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 74% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
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