Werden die steigenden Rohstoffpreise der Wirtschaft schaden?

Viele Menschen fragen sich, wie es mit der Wirtschaft nach der aktuellen Rohstoffkrise weitergeht, die zu einem erheblichen Anstieg der Rohstoffpreise geführt hat. Schauen wir uns einmal an, worum es dabei geht und welche Szenarien möglich sind.

Werden die steigenden Rohstoffpreise die Wirtschaft beeinträchtigen?

Die Antwort auf diese Frage ist recht trivial, denn der Schaden für die Wirtschaft ist eine normale Folge steigender Rohstoffpreise.

Aber warum ist das so? Der Anstieg der Rohstoffpreise ist nicht darauf zurückzuführen, dass derjenige, der für die Festlegung der Rohstoffkosten verantwortlich ist, eines Morgens aufwachte und beschloss, die Rohstoffpreise zu erhöhen. Auch hier gibt es eine einfache Ursache-Wirkungs-Beziehung, d.h. der Anstieg der Rohstoffpreise wird durch eine Verknappung der Rohstoffe verursacht.

Was passiert, um es auf den Punkt zu bringen, ist, dass es einen Mangel an bestimmten Rohstoffen gibt und dass unter anderem deren Kosten steigen und gleichzeitig die Preise der Produkte, die diesen Rohstoff benötigen, steigen. Diese Rohstoffkrise hat aber auch einen Dominoeffekt, d.h. weil es weniger Rohstoffe gibt, geht die damit verbundene Produktion zurück, was sich auf die Wirtschaft auswirkt.

Leider befinden sich unter den verschiedenen „Produkten„, die aus diesen Rohstoffen gewonnen werden, auch Produktionsmittel, was zu einem weiteren Rückgang der Produktion bestimmter Erzeugnisse führt.

Nicht zuletzt führen all diese Produktionsprobleme auch zu Verzögerungen. Wenn es, zum Beispiel, vor der Pandemie 5 Tage dauerte, eine Dichtung für eine Werkzeugmaschine herzustellen und an das Unternehmen zu liefern, dauert es heute etwa 3 Monate.

Natürlich gibt es Produkte, die so klein sind, dass sie kaum erhältlich sind, wie z.B. Mikrochips, elektronische Bauteile und Stahlbleche.

Dies führt natürlich zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Problemen für alle, und viele Unternehmen gehen in Konkurs oder sind vom Konkurs bedroht. Der Endverbraucher muss mit enormen Preiserhöhungen und in einigen Fällen mit Schwierigkeiten bei der Beschaffung bestimmter Produkte rechnen (der Fall der PS5 ist bekannt, ebenso wie die Xbox SeriesX, bei der die Produktion von Konsolen aufgrund von Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Komponenten sehr begrenzt ist).

Unternehmen, die Endverbraucher beliefern, befinden sich in einer Krisensituation und müssen Bestandsinformationen bestmöglich verwalten, um zu vermeiden, dass sie Produkte verkaufen, die sie nicht haben oder die eigentlich hätten eintreffen sollen, es aber nicht tun. Natürlich ist auch ein Umsatzrückgang zu verzeichnen, der auf die nahezu schwindende Kaufkraft der Endverbraucher zurückzuführen ist.

Es versteht sich von selbst, dass alle Unternehmen, die dazwischen liegen, in ernsten Schwierigkeiten stecken. Es ist, zum Beispiel, nicht schwer, sich vorzustellen, dass ein Unternehmen, das in der Regel das produziert, was 10 andere Unternehmen auch produzieren, und dennoch gut abschneidet, im Vergleich zu den anderen ein kleines Unternehmen ist. Wenn das, was sie produzieren, einen Rohstoff benötigt, für den es eine Krise gibt, und die anderen 10 Unternehmen um diesen Rohstoff konkurrieren, kann das kleine Unternehmen nur scheitern. Das Gleiche kann passieren, wenn die Produktionsmittel Rohstoffe benötigen, die nicht verfügbar sind, denn wenn sie nicht verfügbar sind, können die Produktionsmittel nicht ersetzt werden.

Schlussfolgerung

Die Wirtschaft wird durch die steigenden Rohstoffpreise ernsthaft geschädigt oder drastisch verändert. Rohstoffe sind eben die Rohstoffe, die Dinge, die zur Herstellung von allem anderen verwendet werden.

Was mit der Wirtschaft passieren würde, kann man verstehen, wenn man sich fragt, was mit der Nudelproduktion passieren würde, wenn der Weizen ausgehen würde. Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Entweder würde die Nudelproduktion eingestellt und die Menschen würden auf etwas anderes umsteigen, z.B. auf Reis, oder es würde ein Ersatz für Weizen gefunden, der es ermöglicht, die Nudelproduktion fortzusetzen (tatsächlich gibt es solche Ersatzstoffe bereits, aber fast die gesamte Produktion verwendet Weizen).


etoro
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