CFD vs. Forex Trading – Was ist der Unterschied?

Das Wichtigste in Kürze:

Contracts for Difference (CFDs) und der Devisenhandel (Forex) sind zwei unterschiedliche Anlagearten im Trading, welche sich jedoch oftmals überschneiden. 

CFDs sind eine gewisse Asset-Kategorie, wie auch zum Beispiel Aktien oder Futures. Der Forex-Markt hingegen ist ein ganz gewisser Finanzmarkt, nämlich der Devisenmarkt. Es ist also möglich, auch CFDs am Forex-Markt zu handeln. 

Im Folgenden werden wir CFD-Trading und das Forex-Trading vergleichen, dir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie potenzielle Überschneidungen erklären und die Feinheiten jeder Option erkunden.

CFDs vs. Forex: Definitionen

Um im Fachjargon des Tradings auch wirklich zu verstehen, wovon wir hier eigentlich reden, ist es wichtig, die Schlüsselbegriffe vorerst  klar zu definieren. Im Folgenden werden wir also die Begriffe Forex, CFD und auch Forex-CFDs definieren. 

Forex: Definition

Das Forex Trading, auch bekannt als Foreign Exchange, FX-Trading oder Devisenhandel, ist einer der größten Finanzmärkte der Welt.  Hier können Trader weltweit durch das Setzen auf ein Fallen oder Steigen verschiedener Währungs-Umrechnungskurse und globalen Währungsschwankungen profitieren.

Kurz gesagt, werden am Forex-Markt Währungen und ihre Kurse gehandelt. Im Forex Trading werden sogenannte Währungspaare, wie beispielsweise Euro und US-Dollar (EUR/USD) oder Britisches Pfund und Japanischer Yen (GBP/JPY), gehandelt. Der Investor tauscht eine Währung des Währungspaares gegen die jeweils andere Währung, in der Hoffnung, von Kursbewegungen zu profitieren.

CFD: Definition

CFDs (Contracts for Difference) ermöglichen es, auf Kursbewegungen von Basiswerten wie Aktien zu spekulieren, ohne diese wirklich zu besitzen und ohne feste Preise oder Liefertermine. CFDs bieten eine flexiblere Handelsmöglichkeit, da Trader ohne physische Lieferung handeln können. 

Während bei anderen Kontrakten oft Transaktionsgebühren und andere Kosten anfallen, sind CFDs häufig provisionsfrei. Allerdings können jedoch sogenannte Übernachtgebühren anfallen, wenn Positionen über Nacht gehalten werden. 

CFDs ermöglichen den Handel mit Hebelwirkung, was größere Positionen mit weniger Kapitaleinsatz ermöglicht, jedoch auch zu größeren Verlusten führen kann. Beim CFD-Handel erfolgt die Abwicklung über Broker, während Futures an Börsen wie CBOT, CME und NYMEX gehandelt werden. 

CFDs erlauben, genau wie Futures, das Trading sowohl in Long- als auch Short-Positionen und können mit Margin, also mit Hebel, gehandelt werden. Im Gegensatz zu Futures haben CFDs normalerweise kein bestimmtes Fälligkeitsdatum und bieten eine größere Auswahl an Märkten.

Wenn du mehr zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten des CFD- und Futures-Trading erfahren möchtest, lies’ gerne unseren Artikel zum Thema. 

Forex-CFDs: Definition

Nachdem wir nun wissen, was CFDs und der Forex-Markt sind, können wir uns der Frage zuwenden: Was sind dann eigentlich Forex-CFDs? Kurze Antwort: Es sind CFDs am  Forex-Markt. 

Lange Antwort: Forex-CFDs sind derivative Finanzinstrumente, die es Tradern ermöglichen, auf die Kursbewegungen von Währungspaaren am Devisenmarkt zu spekulieren, ohne die zugrunde liegenden Währungen tatsächlich zu besitzen. 

Ähnlich wie bei herkömmlichen CFDs können Trader Long- oder Short-Positionen eingehen, um von den Preisänderungen der Währungspaare zu profitieren. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass Forex-CFDs speziell auf den Devisenmarkt ausgerichtet sind, während herkömmliche CFDs auf eine breitere Palette von Basiswerten wie Aktien, Rohstoffe oder Indizes abzielen können. 

Mit Forex-CFDs können Trader auf die Wertentwicklung von Währungspaaren wie EUR/USD, GBP/JPY oder USD/JPY setzen, ohne die Währungen physisch kaufen oder verkaufen zu müssen. Dabei profitieren sie von der Flexibilität und Hebelwirkung, die CFDs bieten, sowie von den möglichen Kostenvorteilen gegenüber dem direkten Devisenhandel.

Forex vs. CFD: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Forex und CFDs sind wichtig zu verstehen, um die jeweiligen Handelsinstrumente effektiv nutzen zu können. Im Folgenden findest du die wichtigsten Aspekte in einer Übersichtstabelle: 

ForexCFDs
DefinitionHandel mit WährungenHandel mit Derivaten verschiedenster Assets, zum Beispiel Währungen
Besitz des VermögensEigenständiges Vermögen im BesitzKein Besitz des eigentlichen Assets, sondern nur ein “wetten auf dessen Kursentwicklung”
HandelsmöglichkeitenBeschränkt auf WährungspaareBreite Palette von Vermögenswerten
HandelsstrukturDirekter Handel zwischen ParteienAbschluss eines Vertrags mit einem Broker
GebührenIn Bezug auf den Wert einer Währung im Vergleich zu einer anderen, ohne SpreadIn Bezug auf die Differenz zwischen dem aktuellen Preis und dem zukünftigen Preis, mit Spread
LiquiditätPotenziell hohe LiquiditätPotenziell hohe Liquidität
TransaktionskostenRelativ niedrige TransaktionskostenRelativ niedrige Transaktionskosten
RisikoHochHoch
HandelszeitenBegrenzt durch jeweilige Handelszeiten Begrenzt durch jeweilige Handelszeiten. Abhängig von den Handelszeiten des zugrunde liegenden Vermögenswerts

Unterschiede zwischen Forex und CFDs

CFDs beziehen sich auf eine breite Palette von zugrunde liegenden Vermögenswerten, sind jedoch nicht die Vermögenswerte selbst, während Forex sich auf den Handel mit ausländischen Währungen konzentriert.

Außerdem sind CFDs Derivate. Das bedeutet, dass Trader nicht das tatsächliche Vermögen besitzen, sondern etwas, das seinen Wert aus dem Vermögen ableitet, während Forex ein eigenständiges Vermögen ist.

Dadurch ermöglichen es CFDs, auf Kursbewegungen von Basiswerten wie Aktien zu spekulieren, ohne feste Preise oder Liefertermine wie bei Futures zu haben, während Forex den Handel mit Währungen betrifft und wie sie sich zueinander verhalten könnten.

Mindesteinlagen:

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XTB
Mindesteinlagen:

€0.00

* 76% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld.

Gemeinsamkeiten zwischen Forex und CFDs:

Investitionen in Forex und CFDs können beide für kurzfristiges Trading verwendet werden. Beide haben potenziell eine hohe Liquidität, was es Tradern ermöglicht, relativ einfach in die Märkte einzusteigen und aus ihnen auszusteigen.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass beide im Vergleich zu einigen anderen Vermögenswerten und Instrumenten relativ niedrige Transaktionskosten aufweisen.

Jedoch bergen sowohl CFD- als auch Forex-Handel bergen ein hohes Risiko. Dazu zählt beim Handeln mit Hebel auch die Möglichkeit, mehr Geld als die ursprüngliche Investition zu verlieren. Aus diesem Grund erfordern beide Anlagen eine sorgfältige Risikomanagementstrategie.

Wenn du dich fragst “Ist Forex Trading gefährlich?”,  dann lies’ gerne unseren Artikel zum Thema. 

Nun bist du dir über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen  den beiden im Klaren. Dies kann dir dabei helfen, die Vor- und Nachteile der beiden Handelsinstrumente besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen beim Trading zu treffen. 

Forex-CFDs traden: Währungspaar und Plattform

Das Traden von Forex-CFDs bietet den Tradern die Möglichkeit, von den Kursbewegungen von Währungspaaren zu profitieren, ohne die tatsächlichen Währungen halten zu müssen. Es stellt also eine Kombination aus beidem, CFDs und Forex-Trading dar. 

Bevor du mit dem Handel von Forex-CFDs beginnst, ist es wichtig, das richtige Forex-Währungspaar auszuwählen. Beliebte Währungspaare umfassen EUR/USD, GBP/USD und USD/JPY, aber es stehen viele weitere Optionen zur Verfügung.

Bevor du eine Position eingehst, ist es entscheidend, eine gründliche Marktanalyse durchzuführen. Dies kann die technische Analyse umfassen, bei der du historische Preisdaten verwendest, oder die fundamentale Analyse, bei der du wirtschaftliche Indikatoren und Nachrichtenereignisse berücksichtigst. Mehr zur Forex Analyse erfährst du in unserem Artikel. 

Nun kannst du entweder eine Long-Position eingehen, wenn du glaubst, dass der Preis steigen wird, oder eine Short-Position, wenn du erwartest, dass der Preis fallen wird. Aber wo führst du dass Ganze durch? Um Forex-CFDs zu traden, benötigst du Zugang zu einer Tradingplattform eines Brokers, die es dir ermöglicht, Positionen zu eröffnen, zu schließen und zu verwalten.

Hierbei ist ein effektives Risikomanagement von entscheidender Bedeutung. Dies kann die Verwendung von Stop-Loss-Orders und die Festlegung eines angestrebten Risiko-Rendite-Verhältnisses für jede Position beinhalten.

Und nun heißt es: Viel Erfolg und vergiss nie, deine Trades im Blick zu behalten und deine Strategie kontinuierlich auf dem Schirm zu haben, zu testen und bei Bedarf zu verändern. 

Fazit und Zusammenfassung

CFD- als auch Forex-Handel haben ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede. CFDs sind ein gehebeltes Derivatprodukt oder Instrument, das ein Trader verwenden kann, um auf steigende und fallende Preise in einer Reihe von Finanzmärkten zu spekulieren. 

Forex hingegen ist ein eigenständiger Finanzmarkt. CFDs bieten eine breitere Palette von Vermögenswerten mit Hebelwirkung, während sich Forex ausschließlich auf den Devisenhandel konzentriert, obwohl du gehebelte Derivate wie CFDs verwenden kannst, um Forex zu handeln.

Du kannst beide Anlagen miteinander kombinieren, indem du CFDs im Forex-Markt tradest, sogenannte Forex-CFDs

Wichtig ist zu bedenken, dass Forex, CFDs und natürlich Forex-CFDs alle ein hohes Risiko bergen und es wichtig ist, dieses Risiko sorgfältig zu managen. 

Letztendlich hängt die Wahl zwischen CFD- und Forex-Handel von den Zielen, der Risikotoleranz und den Anlagestrategien des Traders ab, was bedeutet, dass die Antwort auf die Frage CFDs vs. Forex letztendlich bei dir liegt.

Quellenverzeichnis 

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (2019). Allgemeinverfügung bezüglich sog. Differenzgeschäfte („Contracts for Difference / CFD“). Abrufbar online: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Aufsichtsrecht/Verfuegung/vf_190801_allgvfg_Differenzgeschaefte.html

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (2019). Derivate. Abrufbar online: https://www.bafin.de/DE/Aufsicht/BoersenMaerkte/Derivate/derivate_artikel.html 

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) (2024). Risiken im Fokus. Verfügbar unter: https://www.bafin.de/DE/Aufsicht/Fokusrisiken/fokusrisiken_node.html.   

Deutsche Bundesbank. (2022). Devisenhandel und Geschäfte in Derivaten in Deutschland mit deutlichem Geschäftszuwachs. Pressemitteilung. Verfügbar unter: https://www.bundesbank.de/de/presse/pressenotizen/devisenhandel-und-geschaefte-in-derivaten-in-deutschland-mit-deutlichem-geschaeftszuwachs-899242.  

Marta, T. J., Brusuelas, J. (2010). Forex Analysis and Trading: Effective Top-Down Strategies Combining Fundamental, Position, and Technical Analyses. Deutschland: Wiley. Verfügbar unter: https://books.google.de/books?id=gbKI6-JJavMC&newbks=1&newbks_redir=0&printsec=frontcover&dq=google+scholar+analyse+forex&hl=de&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false


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