Aktien CFDs: Definition, Erklärung und Funktionsweise

Der Handel mit Aktien-CFDs hat in den letzten Jahren erheblich an Popularität gewonnen und bietet Anlegern eine flexible Möglichkeit, von den Preisbewegungen von Aktien zu profitieren, ohne diese physisch zu besitzen. In diesem umfassenden Artikel werden wir uns eingehend mit Aktien-CFDs befassen, von ihrer Definition über ihre Funktionsweise bis hin zu den Vor- und Nachteilen und den Risiken, die mit diesem Handelsinstrument verbunden sind.

CFDs auf Aktien

Was sind Aktien-CFDs?

Aktien-CFDs (Contracts for Difference) sind derivative Finanzinstrumente, die es Anlegern ermöglichen, auf die Preisbewegungen von Aktien zu spekulieren, ohne die zugrunde liegenden Wertpapiere physisch zu besitzen. Bei einem Aktien-CFD handelt es sich um einen Vertrag zwischen einem Händler und einem Broker, bei dem die beiden Parteien vereinbaren, die Differenz zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs einer Aktie zu handeln.

Wie funktionieren Aktien-CFDs?

Im Kern handelt es sich bei einem Aktien-CFD um ein derivates Finanzinstrument, das auf einem Vertrag zwischen einem Händler und einem Broker basiert. Dieser Vertrag verpflichtet den Händler, die Differenz zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs einer Aktie zu handeln.

Der Handel mit Aktien-CFDs erfolgt über eine Margin, was bedeutet, dass der Händler nur einen Bruchteil des Gesamtwerts der Position als Sicherheit hinterlegen muss. Dieser Margin-Betrag wird oft als Hebelwirkung bezeichnet und kann dazu führen, dass der Händler mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz eine viel größere Position kontrollieren kann.

Aktien-CFDs ermöglichen es Händlern, sowohl Long- als auch Short-Positionen einzugehen, je nach ihrer Markterwartung. Bei einer Long-Position spekuliert der Händler darauf, dass der Preis der Aktie steigen wird, während bei einer Short-Position darauf spekuliert wird, dass der Preis der Aktie fallen wird. Der Händler profitiert von der Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis, multipliziert mit der Anzahl der gehandelten Einheiten.

Ein Beispiel

Angenommen, die Aktien von Apple Inc. werden derzeit an der Börse zu einem Preis von 150 USD pro Aktie gehandelt. Sie glauben, dass der Preis der Apple-Aktien in naher Zukunft steigen wird, und entscheiden sich daher, eine Long-Position aufzubauen.

Sie eröffnen eine Long-Position für 100 CFDs von Apple Inc. Der Margin-Satz für Apple-CFDs beträgt 5%.

Die Berechnung der Margin wäre wie folgt: Margin = Anzahl der CFDs * Preis pro CFD * Margin-Satz = 100 * 150 USD * 5% = 750 USD

Mit einer Margin von 750 USD können Sie eine Position im Wert von 15.000 USD kontrollieren. Wenn der Preis der Apple-Aktien steigt und Sie Ihre Position schließen, wenn die Aktie beispielsweise bei 160 USD gehandelt wird, beträgt Ihr Gewinn:

Gewinn = Anzahl der CFDs * (Schlusskurs – Eröffnungskurs) = 100 * (160 USD – 150 USD) = 1.000 USD

Dies bedeutet, dass Sie mit einer Investition von 750 USD einen Gewinn von 1.000 USD erzielt haben, was einer Rendite von 133% auf Ihre ursprüngliche Investition entspricht.

Bitte beachten Sie, dass dies nur ein vereinfachtes Beispiel ist und reale Handelsszenarien von verschiedenen Faktoren wie Spreads, Finanzierungskosten und anderen Gebühren beeinflusst werden können. Es ist wichtig, sich vor dem Handel mit CFDs über alle damit verbundenen Kosten und Risiken im Klaren zu sein.

Vor- und Nachteile von Aktien-CFDs

Vorteile

  • Hebelwirkung: Aktien-CFDs bieten eine Hebelwirkung, die es Händlern ermöglicht, mit einem kleineren Kapitaleinsatz größere Positionen zu kontrollieren.
  • Kurzfristige Handelsmöglichkeiten: Aktien-CFDs können kurzfristig gehandelt werden, was es Händlern ermöglicht, von schnellen Preisbewegungen zu profitieren.
  • Vielfältige Handelsmöglichkeiten: Aktien-CFDs bieten Zugang zu einer Vielzahl von Aktienmärkten auf der ganzen Welt.

Nachteile

  • Hebelrisiko: Die Hebelwirkung kann sowohl die Gewinne als auch die Verluste verstärken, was zu einem erhöhten Risiko führt.
  • Finanzierungskosten: Bei über Nacht gehaltenen Positionen können Finanzierungskosten anfallen.
  • Geringe Transparenz: Da Aktien-CFDs Over-the-Counter (OTC) gehandelt werden, können die Preise weniger transparent sein als bei regulären Aktien.

Schlussfolgerung

Aktien-CFDs bieten eine flexible Möglichkeit, von den Preisbewegungen von Aktien zu profitieren, und können eine wertvolle Ergänzung zu einem diversifizierten Anlageportfolio sein. Es ist jedoch wichtig, die Funktionsweise, Vor- und Nachteile sowie die Risiken dieses Handelsinstruments zu verstehen, bevor man sich engagiert. Mit einem fundierten Wissen und einer klaren Handelsstrategie können Aktien-CFDs eine effektive Möglichkeit sein, um an den Finanzmärkten zu partizipieren.

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